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14. März 2008
Syrien Internetcafés müssen alle Surfer identifizierenDie syrische Regierung hat allen Eigentümern von Internetcafés befohlen, sie müssen ab sofort die Identität ihrer Besucher schriftlich festhalten. Deren Name, die Nummer des Personalausweises und die genau Uhrzeit wann diese online waren muss ab sofort festgehalten und in regelmäßigen Abständen an die Behörden weitergeleitet werden. Vertreter der unabhängigen arabischen Nachrichtenagentur "Syrian Media Centre" bezeichneten diese Anordnung als Ausweitung der eisernen Zensur in ihrem Land. Mazen Darwich, der Leiter der Newsagentur sagte, dass diese Anordnung lediglich der Terrorisierung der Internetbenutzer dienen soll. Mit dem Gesetz soll Angst und Schrecken verbreitet und die Menschen des Landes zur Selbstzensur gezwungen werden. Die Privatsphäre und die freie Meinungsäußerung der syrischen Bevölkerung wird somit weiter eingedämmt. Darwich sprach von einer Ausweitung der sogenannten "eisernen Zensur" in Syrien. In Kürze wird ein Verfahren gegen einen Dichter wegen seiner Beiträge im Netz eröffnet. Ein anderer Bürger wurde für eine Woche ins Gefängnis eingesperrt, weil er im Internet offen über Stromausfälle und Benzinknappheit berichtete. Ein Lehrer aus der bäuerlichen Rekaprovinz wird sich demnächst ebenfalls vor Gericht verantworten müssen. Die Regierung in Damaskus hat das neue Gesetz nicht weiter kommentiert. Üblicherweise werden solche Maßnahmen damit begründet, dass man damit "Falschaussagen von Splitterparteien" und den Einfluss aus Israel eindämmen will. Wenn sich demnächst jeder Blogger und Forumsteilnehmer vor seinem Besuch im Internetcafé registrieren muss, werden sich viele Bürger des Landes gut überlegen, was sie schreiben. (Via The Register) Verwandte News
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