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17. Januar 2007
Super Columbine Massacre RPG fliegt aus der Slamdance-CompetitionAusgerechnet der Ausschluß des umstrittenen "Super Columbine Massacre RPG" von der 2007 Slamdance Guerrilla Gamemaker Competition könnte dazu beitragen, die "Killerspiel"-Debatte wieder in rationale Gefilde zu lenken. Positive Signale in der Killerspiel-Debatte setzen nicht nur Wired, sondern auch - ironisch genug - die Diskussion um zwei angeblich "Final Fantasy"-inspirierte Morde in Deutschland. Das "Super Columbine Massacre RPG" löste schon bei Erscheinen Kontroversen aus, die Diskussion blieb jedoch erstaunlich ruhig: selbst Opfer des Amoklaufs in Columbine äußerten sich nachdenklich bis positiv zum Spiel und der öffentlichen Debatte, die es auslöste.
"Was einen beeindruckt, ist Ledonnes Aufmerksamkeit für das erzählerische Detail. Aufs peinlichste genaui hat er die Lebensumstände der beiden Mörder recherchiert, auf Basis von Polizeiermittlungen, und im Spiel sind demensprechend alle Arten an Details enthalten, die ich nie erfahren habe. Als ich in Harris' Haus startete, fand ich eine Schachtel "Luvox", ein Antidepressivum, welches er einnahm, um nicht zu den Marines zu müssen. Als ich in einem Keller Klebold traf, setzten wir uns vor einen Videorecorder, um die "Das Grauen..."-Ansprache von "Apocalypse Now" zu sehen, einen Film, den sie offenbar liebten. Ledonne rekonstruierte Dialoge der beiden, aus Transkripten der Gespräche, welche die beiden am Tag der Schießerei führten - inbegriffen Berichte von Überlebenden und Videoaufnahmen, die die beiden selbst machten...."
In Deutschland ist eine so reflektierte Auseinandersetzung mit dem Thema noch etwas weiter entfernt, aber möglicherweise führt ausgerechnet die hysterische Debatte um zwei Morde in Mecklenburg-Vorpommern zu einer Diskussion, in der die Merkbefreiung nicht Teilnahmebedingung ist. Wenn Final Fantasy nun auch als Killerspiel zum gelegentlichen Schlachten verleitet, muss in der Tat auch berücksichtigt werden, inwieweit Tetris zum Steineschmeißen, Pacman zum Pillenschlucken und Skat zum Damen stechen animiert. Notwendig wäre das allemal, notwendig wäre auch eine längere Halbwertszeit des gewonnenen Wissens. Hand aufs Herz: wer weiß noch um die Hintergründe des Erfurter Amoklaufs von Robert Steinhäuser, wer kennt die daraufhin ergriffenen gesetzlichen Maßnahmen und wie weit sind diese angesichts der Diskussion um das deutsche Schulsystem heute wieder mehr als aktuell? In der Wikipedia stehts glücklicherweise noch. Verwandte News
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