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08. Juni 2005

Studie 63% der Arbeitgeber wollen Mails ihrer Mitarbeiter mitlesen

Anstellung von Mail-Überwachern geplant oder bereits umgesetzt

Die Privatsphäre am Arbeitsplatz ist in Zeiten wachsender Job-Unsicherheit nur noch schwer einzufordern. Entsprechend normal scheint die Überwachnung auch privater Emails am Arbeitsplatz inzwischen zu sein. Eine Umfrage der Mailsecurity-Firma Proofpoint ergab nun, dass 63% der Entscheidungsträger in US-Unternehmen entweder bereits Angestellte beschäftigen, die die ausgehenden Mails der Mitarbeiter lesen, oder die Anstellung entsprechender Überwacher planen.

Grund sei weniger die Kontrolle, ob die Angestellten während der Arbeitszeit die private Korrespondenz pflegen, sondern die Angst vor Datenlecks und Industriespionage. 25% der ausgehenden Emails enthalten sensible Firmeninformationen, so die Untersuchung, 27% der Befragten gaben an, bereits Personen wegen entsprechendem Missbrauch von Email entlassen zu haben.

Die Zahlen verwundern - eine Überwachung der ausgehenden Mails sollte angesichts der Möglichkeiten von Webmailern an sich wenig zweckmäßig sein, offenbar wird jedoch die Geschäftsadresse durchaus auch für Zwecke der Industriespionage verwendet - unverschlüsselt.

Die Überwachung am Arbeitsplatz nimmt damit fröhlich weiter zu - und weiteres Aufrüsten dürfte angesichts der vielfältigen Möglichkeiten des Datenschmuggels zu erwarten sein. Denn gegen USB-Sticks hilft auch Mailüberwachung nicht mehr viel.

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