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24. Juni 2008

Studie 44 Prozent des nordamerikanischen Traffics entstehen durch P2P

Filesharing ist noch immer der Hauptlieferant für Datenverkehr, so zumindest laut einer Studie des nordamerikanischen Unternehmens Sandvine. Die Studie ist dabei gewohnt allgemein gefasst, woher die Zahlen stammen, wurde bis jetzt nicht verraten. Wenig verwunderlich für ein Unternehmen, welches für den Provider Comcast das Management des P2P Traffics regelt, indem es die Verbindungen zurücksetzen lässt.

Laut deren Studie seien rund 44 Prozent des Traffics, welcher durch nordamerikanische Provider abgehandelt wird, auf P2P Verkehr zurückzuführen. Eine Steigerung um 3 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr. Bei dieser Erhebung wurden zahlreiche "führende Provider" befragt. Von welchen konkret man hierbei spricht, wird jedoch indes nicht verraten. Die Zahlen dürfte man deshalb auch kritisch hinterfragen, schließlich verdient Sandvine sein Geld primär dadurch, das Traffic Management bei Providern zu optimieren. Diese jammern inzwischen immer häufiger über die unglaublichen Datenlasten, die durch P2P Traffic erzeugt werden. Ob die Antworten auf die Umfragen daraufhin objektiv waren, darf sich jeder selbst beantworten. Sandvine hingegen begrüßt diesen hohen Wert, verspricht er doch eine Menge Arbeit für das Unternehmen, welches sich auf u. a. auch auf die Organisation des P2P Traffics bei Providern spezialisiert hat.

Die Zahlen der Umfrage sprechen dabei eine eindeutige Sprache. Rund 44 Prozent des durchschnittlichen Traffics entstehen durch P2P, 27 Prozent durch simples surfen im Web, und lediglich 15 Prozent durch gestreamte Medien wie Videos auf YouTube. Die weiteren Prozente verteilen sich auf Newsgroups, Online-Games, VoIP sowie Tunneling.

Besonders reißerisch ist die Feststellung, dass 75 Prozent des Upstreams und 35 Prozent des Downstreams auf P2P Verhalten beruhen. Was ins Auge sticht, ist die Tatsache, dass das Surfen im Web sowie Portale mit Videos zusammen auf rund 42 Prozent kommen. Dies würde bedeuten, dass die "gewöhnliche" Internetnutzung inzwischen weniger Traffic verursacht, als die Menge an Daten die durch Tauschbörsen übertragen werden. Genaueres lässt sich hierüber jedoch nicht feststellen, da Sandvine es bislang bevorzugt, die Umfrageteilnehmer geheim zu halten. sandvine

(via intern & multichannel thx!)

(Bild via redcanary thx!)

  • 3 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Zitat von aloa5 Ergebnis: die zahlenden und für das Wachstum notwendigen Kunden sollte man hofieren... und nicht abmahnen. ALOA,Pirat P2P bedeutet immer noch peer-to-peer; demnach ist hier Traffic gemeint, der nicht nach dem Server-Client- oder Client-Server-Client-Schema entsteht, weil Peers Host und Client zugleich sind. Das trifft in vielen Fällen zu und hat mit Filesharing so wenig zu ...

    Dark Spirit am 24.06.2008 16:15
  • yoooo bald wird P2P ein genauso schlimmes wort wie Hacker ! Sicherlich denken die wenigstens leute mit Verstand das P2P eben NICHT nur torrent, oder war€Z sind.... was zum bleistift ist den wenn man fotos über ICQ versendet ?

    ultimaZ am 25.06.2008 11:31
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