In Europa bläst Apple auch der raueste Wind ins Gesicht, was die proprietären Musikformate im iTunes-Shop betrifft. Wettbewerbswidrig im schlimmsten, verbraucherfeindlich im besseren Fall seien die geschützten Stücke, die man nur auf dem apple-eigenen Player abspielen kann. Entsprechend appelliert Jobs an die Majors in Europa: würde man die Erlaubnis zum DRM-freien Verkauf erhalten, würde Apple dies sofort und mit Freuden umsetzen.
Universal sei fest in französischer Hand, EMI britisch, während SonyBMG zur Hälfte der deutschen Bertelsmanngruppe gehört. In Europa werden die DRM-kritischsten Töne angeschlagen - an sich müssten nur die Labels überzeugt werden, auf ihre Kundschaft zu hören. Zum Teil rennt Jobs damit offene Türen ein: der französische Onlineshop Vivendis verkauft bereits vollwertige mp3s.
Ganz schließt sich Jobs der DRM-Kritik indessen nicht an. Die aktuelle Situation - Musikshops und Playerhersteller, die proprietäre DRM-Formate für proprietäre Hardware verkaufen - führe zwar zu Inkompatibilitäten, der größte Teil der genutzten Musik sei davon jedoch nicht betroffen. 90% der Tracks würde DRM-frei - auf CD - verkauft, nur 10% online mit Abspielschutz. Schaut man auf die Player, wird das Verhältnis noch unausgewogener: 3% der Tracks auf dem durchschnittlichen iPod seien bei iTunes gekauft, 97% selbstgerippt oder kopiert - ebenfalls DRM-frei.
Woraus Jobs jedoch ableitet, dass der "Schutz" dieser 3% der Songs keinen wirklichen Sinn ergibt und die Label gut darauf verzichten könnten. Apple jedenfalls würde die Trendwende begrüßen.
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bazz_44 am 18.02.2007 13:22:47: |
Normy am 18.02.2007 15:10:51: |
Normy am 18.02.2007 15:14:12: |
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