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03. September 2008
Österreich TierrechtlerInnen freigelassenDie seit dem 21. Mai in Untersuchungshaft sitzenden restlichen neun von ursprünglich zehn österreichischen TierrechtlerInnen sind gestern nachmittag überraschend freigelassen worden. Die TierrechtlerInnen waren nach §278a des österreichischen StGB festgenommen worden, der die Bildung krimineller Vereinigungen mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft und zu den sog. Vereinigungsparagraphen §§278a-d gehört, die mit den deutschen §§129 bzw. 129a vergleichbar sind. Der an sich gegen Organisierte Kriminalität gerichtete §278a wird in Österreich auch als "Anti-Mafia-Paragraf" bezeichnet. Die Begründungen für die Vorwürfe waren so vage, dass eine internationale Protestwelle einsetzte. Die grüne Nationalratsabgeordnete Brigid Weinzinger hatte den Behörden bei einer Pressekonferenz nach den Verhaftungen vorgehalten, dass nach elfjähriger Ermittlungstätigkeit der Polizei die Untersuchungshaft nicht mit konkreten Tatvorwürfen, sondern mit Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr begründet wurde. Weinzinger kritisierte, dass außer "einem Buttersäureanschlag, dem Verkleben eines Schlosses sowie der Bedrohung einer Pressesprecherin eines Unternehmens" nichts zur Last gelegt wurde. "Dafür wurde eine nebulöse 'kriminelle Organisation' konstruiert". Zahlreiche Prominente, Parteien und Organisationen hatten gegen die Festnahmen protestiert und gefordert, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung und politische Betätigung respektiert werden müsse. Unter den Festgenommenen war auch der Vorsitzende des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) Dr. Martin Balluch, der von den österreichischen Grünen inzwischen als Kandidat für die Nationalratswahlen nominiert wurde sowie Sabine Koch, Mitarbeiterin von Radio Orange 94.0, die aus der U-Haft für die Wiener Landesliste der Grünen kandidierte.
"Amnesty International ist daher irritiert darüber, dass die angeblich vorliegende, konkrete Beweislage nicht in entsprechende Strafverfahren wegen Sachbeschädigung, Nötigung bzw. gefährliche Drohung mündet, sondern das, aus unserer Perspektive problematisch unbestimmte Gesamtdelikt der Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation verfolgt zu werden scheint." Offenbar führte nun eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt gegen die Freilassung des ersten der zehn am 13. August dazu, dass die für die Haftbeschwerde zuständige Oberstaatsanwaltschaft nicht nur die Freilassung des ersten Tierrechtlers als rechtmäßig einstufte, sondern auch gleich noch für alle anderen verfügte. Auf Radio Orange 94.0 wurde heute morgen das erste Interview mit einer der Freigelassenen, Sabine, gesendet (mp3):
(Autorin: Annalist, thx!!!) (Bild: Martin Balluch. Bildquelle: cultural broadcasting archive, thx!) News
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Ey, selbst die Schlagzeile lautet: Zitat: Zitat von krone.at Causa Tierschützer Polizei konkretisiert Vorwürfe mit langer Liste an angeblichen Taten Schon der Erste Textabschnitt get so weiter: Zitat: Aus einer Stellungnahme des Generaldirektors für öffentliche Sicherheit, Elmar Marent, geht aber nur hervor, wie viele Brandstiftungen, schwere Sachbeschädigungen, Bombendrohungen, ... Schattenspieler am 04.09.2008 21:08
letztmalig Die Marent-Aussendung im Wortlaut. mfg blitzz blitzz am 04.09.2008 23:45
Du hast nich zufällig deine Anti-Troll-Tabletten vergessen oder was willst du eigentlich? Nichts, aber auch GAR NICHTS, in seinen mündlichen Ausführungen, geschweige denn in der von dir so hochgehaltenen Aussendung sagt etwas über nachgewiesene Taten. Diese "Aussendung" (was fürn beklopptes Wort dafür) beinhaltet – übrigens allen Quellen, die ich finden konnte, nach – nur Zitat: […], wie viele Brandstiftungen, schwere ... Schattenspieler am 05.09.2008 00:07
TP hat auch berichtet. Ghandy am 05.09.2008 06:07
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