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13. Februar 2008

Österreich Pressefreiheit in Gefahr, melden ROG und Piraten

Dass die österreichischen Piraten unter anderem die Freiheit der Presse in Österreich angesichts ausufernder Überwachung nicht mehr als gewährleistet betrachten, wundert kaum jemanden. Dass Reporter ohne Grenzen in ihrem Jahresbericht die Lage im Alpenstaat nicht allzu rosig sehen, ebenso. Spätestens, wenn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte viermal Verstöße gegen die Menschenrechtskonvention attestiert, sollten aber die Alarmglocken schrillen.

Denn der EuGH ist nun nicht als Brutstätte linkslibertären Gedankenguts verdächtig, die Diagnose ist dennoch hart. vier mal wurde in Österreich gegen den Menschenrechtsgrundsatz der garantierten Meinungsfreiheit verstoßen. Nur ein Symptom unter vielen, so die Piraten, die der Regierung vorwerfen, stark gegen die Presse- und Meinungsfreiheit zu arbeiten. Ihre externer Link in neuem Fenster folgtStellungnahme:

 

"Die neuen Überwachungsgesetze, insbesondere das novellierte Sicherheitspolizeigesetz, schützen Journalisten und deren Rechte nicht mehr ausreichend. Die Gefahr vor Lauschangriffen seitens der Polizei bzw. der Regierung steigt. Gleichzeitig fürchten anonyme Informanten, dass sie durch die Vorratsdatenspeicherung ausgeforscht werden und geben Journalisten immer weniger Informationen, oder greifen auf langsamere Kommunikationsmethoden, wie beispielsweise den Brief, zurück."

Die wiederholten Verstöße gegen die Menschenrechtskonvention bescherte Österreich einen beschämenden zweiten Platz in Bezug auf Repression der Meinungsfreiheit: hinter der Türkei, jedoch vor Russland.

Das Fazit der Piraten: Weitere Einschränkungen der Presse- oder Meinungsfreiheit dürfen nicht folgen, die EU-Richtlinie zur Verbindungsdatenspeicherung nicht umgesetzt werden. Außerdem wird die Regierung aufgefordert, "sich an die österreichische Verfassung und die europäische Menschenrechtskonvention zu halten".

Dass man Regierungen angeblich zivilisierter, freiheitlicher Staaten dazu auffordern muss, spricht für sich.

  • 14 Kommentare zum Artikel
  • Also ich finde, die Pressefreiheit in Deutschland und Österreich mag zwar eingeschränkt sein. Aber praktisch ganz weg wie in Russland oder China ist sie noch lange nicht. Man kann die Meinung über politische Vorgehen weiterhin in den Medien, genauer gesagt in der Presse diskutieren, ohne als Redakteur oder Reporter Angst haben zu müssen, ins Gefängnis zu kommen. Es ist ein Unterschied, ob man Volksverhetzung in einer Zeitung betreibt oder ...

  • Zitat: Original geschrieben von aloa5 Der NDR hat also gelogen als er geschrieben hat das ein Fraktionsmitglied der Linkspartei die Stasi und die Mauer für ganz sinnvoll hält? Der NDR hat noch ein bisschen mehr geschrieben, nämlich das Wegner als DKP-Mitglied auf ner Liste der Linken kandidiert hat und was die Linke von Kandidaten hält , die ihre persönlichen Standpunkte auf die Art durchdrücken wie ...

    Nostiens am 20.02.2008 18:34
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