gulli: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2

Anzeige

gulli:Toolbox

Voting

Worüber wollt ihr mehr News?
Netzwelt
Untergrund
Filesharing
Datenschutz
Hacking
Demoszene
Mobiles (Handy)
Linux
Feature (Gulli Glosse)
28. Juni 2008

Stefan Herwig im Gespräch Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2

Vorgestern brachten wir den ersten Teil des Interviews mit Dependent Chef Stefan Herwig, vor einer Weile berichteten wir über ein Streitgespräch zwischen Vertretern Abmahner und Abgemahnten. Dieser Austausch wurde als MP3 aufgezeichnet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Der Labelchef Herwig äußert nun weiterhin seine Eindrücke vom vierstündigen Gespräch.

Fortsetzung des Interviews mit Stefan Herwig. Der erste Teil von gestern findet sich hier.

 

Firebird77: Digitales Zeitalter, Herr Herwig. Eine MP3 mit/ohne DRM ab 0,99 Cent. Ein Preis für einen "Datenhaufen", der doch manchen nicht behagt. Wenn ich betrachte, das eine Maxi-CD ca. 5 - 6 Euro kostet mit einem Track plus vier Remixe, erscheint es wirklich etwas hoch gegriffen. Wie wirtschaftlich ist das Ganze, bei 0,99 Cent?

Stefan Herwig: Die Wirtschaftlichkeit hängt natürlich von den Zahlen ab, mit denen dieses Angebot wahrgenommen wird. Im Prinzip ist der Preis von 0,99 Cent nicht zu hoch - wenn man weiß, welchen Track man dafür haben will. Zum "Schmökern" ist dieser Preis aber immer noch ein bisschen zu hoch. Wie gesagt, es gibt einzelne Portale, die mittlerweile längere Vorhörzeiten bieten (Beatport) oder deutlich günstiger sind (EMusic). Außerdem müssen meiner Meinung nach die Längen der Vorhörfunktion beim Digitalverkauf verbessert werden, aber das ist eine Einschränkung der GEMA, nicht der Musikindustrie.

Firebird77: Auch für viele sicherlich einmal interessant. Wie viel Geld steckt jetzt in einer CD drin, die sie produziert haben. Und wie viel Geld bekommt der Künstler, pro verkaufter CD?

Stefan Herwig: Dazu gibt es auf unserer Webseite unter "Essays" einen Text, der ausführlich erklärt, wie viel Geld wo bleibt. Dieser Text ist zwar schon etwas älter, die Zahlen und Verhältnisse stimmen aber durchaus noch immer. Link

Firebird77: Stichwort Kulturflatrate. Sie sind kein Fan davon, dass durfte man bereits vernehmen. Worauf begründen sie ihre Skepsis?

Stefan Herwig: Auf mehrere Argumente:

Wir haben bereits ein ähnliches Konzept wie die Kulturflatrate, nämlich die öffentlichen Rundfunkstationen. Die sollen unabhängige Informationen und kulturelle Unterhaltung bereitstellen, und das tun sie auch - mehr oder weniger. Dafür muss Jeder, der das Angebot wahrnimmt, dieses auch prinzipiell mit einer Flatrate namens GEZ-Gebühr bezahlen. Die Nachrichtensendungen auf ARD und ZDF sind sicherlich besser als ihre privaten Pendants. Aber alleine diese zwei Sender und die Dritten nebst Radiostationen kosten bereits den Nutzer 18 Euro pro Monat. Wie viel müsste demnach eine Kulturflatrate mit aller Musik, allen Filmen und Software kosten? Ich glaube da landet man schnell bei 80 - 100 Euro monatlich, wenn man alle diese Bereiche mit intergieren will. Ich glaube dieser Preis wäre auch für 90 Prozent der Leute, die so eine Flatrate unterstützen zu hoch. Und das Konzept funktioniert nur dann, wenn Alle mitmachen würden.

Aber es werden nicht alle dabei mitmachen, weil viele Leute mit dem Kulturangebot ja zufrieden sind, und immer noch CDs und DVD physisch kaufen wollen. Bisher hat weniger als jeder zweite Haushalt überhaupt einen Breitbandanschluss. Die Verfechter der Flatrate - meist Filesharer-Anhänger - vergessen gerne mal, dass sie nicht so repräsentativ sind, wie sie oftmals glauben. Die meisten Leute wollen ihre Medien immer noch in physischer Form, und sie würden dafür keinesfalls die Summe ausgeben, die notwendig wäre. Wenn also nur ein Bruchteil der Nutzer die Flatrate annimmt, müsste der Preis erneut steigen. Dann wären wir mittlereile bei Preisen über 200 Euro, monatlich wohlgemerkt! Und die bezahlen Sie auch, wenn sie für einen Monat im Urlaub sind.

Das nächste Problem ist die Schwierigkeit der gerechten Verteilung: Wie teilen sie den verfügbaren Topf aus den Erlösen aus einer Kulturflatrate gerecht auf, wenn wirklich verschiedene Kulturbereiche integriert sind? Bekommt klassische Musik mehr Erlöse als Porno, auch wenn Porno sicherlich um den Faktor 20-mal mehr konsumiert wird? Wollen Sie festlegen, welche Kulturbereiche wichtiger sind als andere? Ich glaube eine gerechte Verteilung wäre eine nahezu an Unmöglichkeit grenzende Aufgabe.

Und wenn man die Frage der Verteilung gelöst hat, stellt sich noch die Frage nach dem Datenschutz. Denn man muss ja auch irgendwie Erfolgreiche, von nicht erfolgreichen Produkten trennen. Das geht nur, wenn der Medienkonsum jedes bundesdeutschen Haushaltes genau erfasst wird. Wollen sie wirklich ermittelt haben, welche und wie viele pornografische Erzeugnisse Sie konsumieren? Also DAS wäre meiner Meinung nach eine Datenschutzkatastrophe von verheerenden Ausmaßen, selbst wenn wir den Bereich Porno mal außen vor ließen.

dependentFirebird77: Eine Marktanalyse ließe sich auch anonymisiert vornehmen. Ist es nicht als heikler zu betrachten, wenn private Ermittler an persönliche Daten gelangen, damit man abgemahnt werden kann. Sollte nicht eigentlich der Staat - als Inhaber des Gewaltmonopols - diese Ermittlungen (aus) führen? Fernab von Rechteinhabern?

Stefan Herwig: D'accord! Ich bin ja auch der Meinung, dass der Staat sich generell bei Urheberrechtsverletzungen einschalten sollte, anstatt dieses gesellschaftliche Problem auf mittelständische Unternehmen abzuladen. Gäbe es da eine leistungsfähige Struktur, sähe ich persönlich kaum Anlass für Abmahnungen. Wie ich bereits gesagt habe: Große Teile der Musikindustrie finden das System der zivilrechtlichen Abmahnungen suboptimal. Der Gesetzgeber hat diese Art der Verteidigung nur leider für den Rechtsinhaber vorgesehen. Richtig glücklich ist damit kaum jemand, auch auf Rechtsinhaberseite! Ich glaube wir würden uns viel lieber wieder auf unser Kerngeschäft konzentrieren, als uns hier mit dieser schnöden Abmahntätigkeit rumzuschlagen.

Firebird77: Sie kritisieren den immensen Preis einer möglichen Kulturflatrate. Wie hoch diese liegen würde, ist indes ja unklar, aber wäre nicht auch damit zu rechnen, dass bei günstigen Preisen diese von vielen angenommen würde, obwohl sie dann nicht immer verwendet wird. Also quasi Einnahmen ohne ein Gut dafür herzugeben?

Stefan Herwig: Ich verstehe schon, was sie sagen: Natürlich wird eine Flatrate dann wirtschaftlich günstiger, je mehr Personen sie nutzen und dafür bezahlen. Aber ich glaube da liegt der Knackpunkt. Selbst wenn alle Haushalte eine Flatrate nutzen würden, wäre sie immer noch über 50 Euro teuer. Das Problem ist aber, dass selbst diesen Preis meiner Meinung nach bei Weitem nicht Alle zu zahlen bereit wären. Und einige könnten es sich sicher auch gar nicht leisten.

Firebird77: Bezug nehmend zur Kulturflatrate und dem Preis. Wie sehen sie ein "Kombipaket" mithilfe der Provider. Im Ausland versucht man ja gegenwärtig solche "DSL+Musik Flatrates" zu realisieren. Halten Sie es für machbar ein "zentrales Portal" einzurichten, auf dem jeder Inhaber einer solchen Flatrate legal downloaden kann?

Stefan Herwig: Also so etwas Ähnliches soll es ja demnächst bei Nokia geben, die mit "Comes With Music" eine Art Musikflatrate auf Handys anbieten wollen. Daran wird derzeit schon gearbeitet. Das ist aber genau genommen keine Kulturflatrate, sondern quasi ein Abomodell, und auch nicht für alle, sondern nur für einzelne Nutzer. Damit kann ich ihnen aber eines versprechen: So ein Angebot wird es logischerweise NICHT ohne DRM geben, sonst würde ein Handybesitzer seinen Freundeskreis gleich mit versorgen. Ich verweise auch auf das Napster Musikabo, auch da ist es ja logisch, dass es nicht ohne DRM geht, sonst würde ein Nutzer seinen kompletten Bekanntenkreis mitversorgen.

Firebird77: Zum "3-Strikes" Gesetzesentwurf in Frankreich. Wie stehen sie dazu? Wohlwollend? Kritisch? Halten sie es für "gerecht" einen Filesharer nach dreimaligem Verstoß bis zu ein Jahr lang das Internet zu kappen?

Stefan Herwig: Also ich glaube, dass das Unterfangen datenschutzrechtlich und technisch mindestens "schwierig" wird. Ich glaube aber auch, dass die Maßnahme, die einen User durchaus dazu bringen würde, über sein Tauschverhalten nachzudenken, sinnvoll ist. Ein ganzes Jahr "Internetverbot" sollte ja nur bei Härtefällen vorkommen. Gegenfrage: Würden Sie denn wirklich nach der zweiten Abmahnung weitertauschen?

Firebird77: Filesharing eindämmen. Der Anbieter "Qtrax" versucht ja gegenwärtig mithilfe von Werbung, Tracks über dessen eigene P2P Software zu verbreiten. Da das Angebot in Deutschland nicht verfügbar ist, ist über dessen Erfolg wenig bekannt. Denke Sie das ein solches Model funktionieren kann?

Stefan Herwig: Ich fände, dass sowas die Musik noch weiter entwertet. 5 Minuten Werbung schauen, um dann einen Song runter zu laden? Hielte ich mittelfristig für den Tod der Liebe zur Musik. Glücklicherweise setzt sich Q-Trax derzeit kaum durch.

dependent2Firebird77: In Schweden will die STIM Filesharing legalisieren, in der Schweiz wie wir wissen, ist es heiß umstritten, ob es der Privatperson zumutbar ist, zwischen einer legalen oder illegalen Quelle beim Filesharing zu unterscheiden. Zumindest in letzterem Land funktioniert es scheinbar, Künstler trotz der schwammigen rechtlichen Lage beim Filesharing zu entlohnen, wieso dann nicht in Deutschland?

Stefan Herwig: Nein, es funktioniert auch dort kaum, dort die Künstler gerecht zu entlohnen. Ich habe da mal am Beispiel von Schweden eine Beobachtung gemacht, wieivel Musik generell aus unserer Nische den Spung nach Deutschland geschafft hat: Vor zehn Jahren hatte Schweden in meiner Sparte jedes Jahr zig interessante Künstler aus dem Bereich EBM-Industrial zu bieten, die die Möglichkeit hatten auch in Europa bekannt zu werden (Wer sich in meinem Bereich auskennt: Covenant, Statemachine, Scapa Flow, Inside Treatment, Mailaise, S.P.O.C.K., etc.) . Seit ca. 5 Jahren ist in dem Bereich nahezu komplette Funkstille. Label und Vertriebe haben dichtgemacht, es kommen keine neuen Bands auf Tour, noch gibt es irgendjemanden, der diese Namen noch verbreitet. Weil Label dicht gemacht haben, weil sich keiner mehr um Tourorganisation und DJ-Promotion kümmert, etc. Gerade aus den Märkten in denen Filesharing und Produktpiraterie prozentual am stärksten ist, kommt am wenigsten Musik. Für mich beweist dass, wie sehr die Tauschbörsen in Wirklichkeit am kulturellen Kahlschlag beteiligt sein. Nach ihrer Logik müsste es den Bands doch eigentlich besonders gut gehen, und besonder viele neue Bands den Sprung nach Mitteleuropa schaffen. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall.

Firebird77: Inzwischen gibt es ja zahlreiche Künstler, die P2P als den primären Weg entdeckt haben, ihre Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Noch hungert keiner von diesen, obwohl Filesharing eigentlich deren Untergang bedeuten müsste. Sehen sie einen Grund, wieso es bei manchen klappt, und bei anderen nicht?

Stefan Herwig: Also ich kenne keinen professionellen Künstler, der das so macht. Nennen sie doch mal ein paar Namen dazu! Es kann sein, dass einige Hobbykünstler gerne ihre Musik verschenken, weil sie auf sonstigem Wege kaum jemand kaufen würde. Es kann auch durchaus sein, dass einige talentierte Musiker meinen, ihre Musik so weiter zu geben müssen, aber ich kenne KEINEN EINZIGEN, der deswegen davon leben kann, der damit seine Touren organisiert, oder Radioplay erreicht hat. Selbst Radiohead sind wieder davon abgekommen, ihre Musik verschenken zu wollen. Und bei Nine Inch Nails wird sich unweigerlich in Kürze zeigen, dass es dem Status nicht bekommt, halb gare Inhalte umsonst unters Volk zu schmeißen, egal wie stark das noch bejubelt wird. Schneller kann man seine eigene Musik kaum entwerten.

Firebird77: Auch im Streitgespräch wurde es angesprochen. User, die mitunter zu Unrecht abgemahnt wurden. Technisch fehlerfreie Software u. Ä. liest man bei der Konkurrenz, Pannen lassen sich jedoch durchaus beweisen, wie 2x Abmahnung für dieselbe Datei o.ä. Was raten sie jemanden, der zu Unrecht abgemahnt wurde? Die Chancen sich zu wehren stehen ja eher gering, wer zeichnet schon seinen Datenverkehr der letzten Wochen und Monate auf?

Stefan Herwig: Also eine zweimalige Abmahnung lässt sich sicherlich klären. Und die 70-jährige Oma, die abgemahnt wurde, sie habe U2 heruntergeladen, hat sicher auch gute Karten, den Rechtsanwalt zu überzeugen, dass sie nicht der Täter ist.

Im Streitgespräch mit Abmahnwahn sage ich ja, dass man im Falle einer ungerechtfertigten Abmahnung zunächst versuchen würde, den gegnerischen Anwalt zu erreichen und mit ihm die Sache telefonisch zu klären, das passiert kaum. Aber da es uns ja nicht primär um Geld geht, - wie es Gulli und Abmahnwahn gerne behaupten - lassen unsere Anwälte häufiger mit sich reden, als der eine oder Andere hier denken mag. Das gilt auch für Vergleiche bei schuldigen Abgemahnten, die für sich soziale Härten befürchten. Auch hier werden sehr oft Vergleiche geschlossen - weil es ja eben den Musikfirmen NICHT primär ums Geld durch Abmahnungen geht. Nur leider liest man auch davon kaum etwas in ihrem Forum oder auf Abmahnwahn.

Firebird77: Abschließende Frage. Angenommen sie könnten etwas ändern, um wieder ein besseres Gefüge zwischen Künstler <-> Hörer zu erschaffen. Wo würden Sie ansetzen und wie?

Stefan Herwig: Also ich glaube die Musikindustrie braucht mehr Transparenz für ihre Tätigkeiten. Die Leute denken schlicht und einfach, dass wir fertige Aufnahmen nehmen, die auf CD pressen, und für 18 Euro unters Volk schmeißen. Das hat aber so gut wie nichts mit unserer eigentlichen Tätigkeit zu tun, die viel mehr mit Qualitätskontrolle, Selektion, Unterstützung des Künstlers und Networking zu tun hat - neben der Finanzierung des Ganzen. Ich glaube wenn man vielen Leuten erklären würde, wie wir unsere Künstler unterstützen würden mehr Leute dafür Verständnis haben warum wir auch bezahlt werden wollen.

Ich glaube aber auch, dass CDs generell zu teuer sind, weil heutzutage der Markt viel reichhaltiger, aber gleichzeitig auch schwerer zu überblicken ist. Ich halte einen CD-Preis von unter 10 Euro für sinnvoll, um einen digitalen Song von 0,49-0,69 Cent für attraktiv.

Ich glaube des Weiteren, dass wir eine erweiterte Handhabe gegen Portale benötigen, die Anonymität im Internet bereitstellen, und das wir uns auf diese Portale konzentrieren müssen, wenn wir Filesharing wirklich effektiv eindämmen wollen.

Firebird77: Dann bedanke ich mich hiermit für das Gespräch und hoffe, dass es bald einen besseren Weg geben wird, als der, der momentan begangen wird.

Stefan Herwig: Ich glaube aber auch, dass die Gegenseite ebenfalls an unserer Situation nicht unschuldig ist. Einseitige Berichterstattung von Medien wie Gulli und Heise, die ihren Lesern nur einseitig informieren, und Kommentare auf Stammtischniveau, wie sie unweigerlich nach meinem Interview stattfinden werden, bekräftigen die Hardliner in der Musikindustrie, dass die Gegenseite unsere Position bewusst nicht verstehen will. Deswegen glauben sie, dass ein Filesharer nur dort zu einer Veränderung seines Verhaltens bereit sei, wo Er mit der juristischen und finanziellen Letztbegründung - Anwalt und Geldstrafe - konfrontiert ist. Insofern wäre die Filesharing Community selbst gut beraten, sich konstruktive Gedanken zu machen, wie diese Probleme auch in unserem Sinne gelöst werden können.

Ebenfalls versteht ihre Community nicht, dass das Urheberrecht einen Nutzen für uns alle hat, und dass keine Industrienation der Welt dieses wichtige Recht so einfach fallen lassen wird. Eher wird es zu einer stärkeren Überwachung des Nutzerverhaltens kommen - das wird ja derzeit in Frankreich unternommen.

Selbst wenn wir uns über Sinn und Unsinn von Abmahnungen und Strafverfolgung nicht einig werden sollten, so sollte jeder Filesharer nachvollziehen, dass er damit auch die Überwachung im Netz vorantreibt, und die Argumentation der Rechteinhaber stärkt. Was ist uns wichtiger: das "freie Internet" oder eine mit illegalen Inhalten voll gestopfte Festplatte? Unabhängig davon, ob Sie Recht haben oder nicht, wird die Filesharing-Community dazu beitragen, die Freiheit im Internet einzuschränken. Der berechtigte Ruf nach Datenschutz wird nur dann Gehör finden, wenn das Motiv dahinter nicht einfach nur ist, weiter kostenlos auf Inhalte zugreifen zu wollen.

Diese unweigerliche Konsequenz ihres Handelns verstehen aber viele Leute nicht. Und ich befürchte, dass die unweigerliche Einschränkung des Mediums viel schwerer wiegt als kostenlos gezogene Filme Musik und Pornos.

Herr Herwig wäre auch gerne bereit auf konstruktive Kommentare zu antworten, sofern eine solche Diskussion stattfindet. In diesem Sinne, gutes Gelingen.

Um sich von der Leistung seiner Künstler zu überzeugen, sei allen die Homepage des Labels nahe gelegt.

  • 157 Kommentare zum Artikel
  • www.beatport.com klaut der deutschen MI Millionen im Jahr. Da muß was dagegen getan werden.

    dadampa am 07.08.2008 14:10
  • Zitat: Zitat von Malo_  Wer behauptet das? Allerdings hat China einen Markt, der mit dem europäischen oder amerikanischen kompatibel ist. Na, dann versuch mal, chinesische Produkte (und ich meine damit einheimische, nicht solche die extra für den europäischen Markt produziert wurden), hier in Deutschland zu verkaufen. Wer kauft schon chinesische Lebensmittel, Kleidung, Möbel, … Der Markt für ...

© Copyright 2008 gulli.com  | home | sitemap | kontakt | impressum | Partner | downloads |