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28. Januar 2007

Stabilität der Infrastruktur ernsthaft gefährdet Zwingen Botnetze das Internet in die Knie?

Jährlich im Januar versammeln sich in Davos beim World Economic Forum Politiker, Wirtschaftsbosse und Experten. Zweck des Treffens - neben dem Sehen und gesehen werden – ist der Austausch über die aktuellen Probleme der Welt. Umwelt, Arbeitslosigkeit, Gesundheit … die Themen orientieren sich immer am aktuellen Geschehen. Diesmal liegt ein Augenmerk auf Internetsicherheit.

Der Miterfinder des TCP/IP-Prokolls Vint Cerf zeigte sich laut BBC besorgt über die Bedrohung der Stabilität des Internets. Nach seiner Auffassung wurden von weltweit 600 Millionen PCs bereits 25 Prozent mindestens einmal entführt. Die Bedrohung durch Botnetze wird bereits mit dem Ausmaß einer weltweiten Pandemie verglichen. Der Internet Experte der New York Times John Markoff sieht die Gefahr für die Struktur des Internet sogar noch fundamentaler. Denn für die Entstehung von Botnetzen werden bis zu hunderttausend PCs ohne Wissen der Besitzer via Trojaner zusammengeschaltet.

Zentral von einem Server gesteuert kann dann Spam verbreitet oder gezielte Angriffe auf Webserver koordiniert werden. Mittlerweile ist dies gerade beim Spamversand als kommerzielles Geschäft sehr erfolgreich. Nur - die Netzlast eines Botnetzes kann dabei bis 20 GBit/s erreichen. Allein schon zur Textsuche für Spams belegt ein Botnetz fast ein Sechstel der gesamten Suchkapazität von Yahoo. Das bei diesem Alltagsgeschehen das Internet bis jetzt noch nicht zusammengebrochen ist grenzt an Wunder. Experten sprechen (noch) von der Widerstandsfähigkeit der Systemstruktur.

Vorsicht BotnetzeAber andere wie der Computerboss Dell oder der Chef der Internationalen Telecommunications Union Toure sind alarmiert. Für das Überleben des Internets müssten nun dringend Lösungen gefunden werden. Toure zufolge sollen sich Regierungen, Telekom-Unternehmen und Herstellern von Hard- wie Software an einem Tisch zusammensetzen. Sicherere Betriebssysteme und Identifizierungsverfahren sind dabei das Hauptthema. Womit der Zeigefinger mal wieder in Richtung Microsoft gerichtet ist. Besonders sein Betriebssystem Windows mache es den Kriminellen zu einfach, Schaden dieser Größenordnung anzurichten.

  • 23 Kommentare zum Artikel
  • Ich will gar nicht darauf eingehen, ob nun der IIS oder Apache sicherer oder unsicherer ist. Man braucht sich nur die "Lochmeldungen" auf den CERT Seiten durchlesen, um zu sehen das es auf beiden Systemen genug Lücken gab und auch weiterhin geben wird. Das Problem liegt meiner Ansicht nach darin, das die Lücken nicht rechtzeitig von den Admins oder Usern gestopft werden. Selbst wenn Updates (in Form von neuen Kerneln oder Patches) ...

    neozion am 30.01.2007 07:03
  • Einem dummen User bzw Admin kann keiner helfen Wenn man bei Windows keine Sicherheitsupdates am Patchday einspielt hat man sich ruckzuck was gefangen, genauso sollte man auch bei Software für Linux immer Updates einspielen. Gerade dafür sind Paketverwaltungswerkzeuge doch super. Was bei Windows nicht zu vergessen ist, ist die miserable Arbeit im Userbetrieb als Privatmensch. Wenn man irgendwas installieren will ist es ein ständiges ein ...

  • Diese Diskussionen führen einfach zu nichts - die "Windows-Verteidiger" *wollen* es einfach nicht verstehen, Postings wie das von St@tic darf man gar nicht ernst nehmen. Man könnte beispielsweise auch anführen, dass selbst die Referenzkunden von Microsoft nach außen hin HP-Unix fahren (T-Systems betreibt die weltweit größte Exchange-Struktur nach Microsoft selbst mit über 270.000 Konten - nach außen hin werkelt Sendmail, weil Exchange ...

  • Zitat: Zitat von Toady Postings wie das von St@tic darf man gar nicht ernst nehmen. Aussagen wie diese noch weniger

    eulen_fan am 30.01.2007 17:36
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