gulli: Spiele-Piraterie: Laut ESA explodiert der Game-Tausch

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13. Februar 2008

Spiele-Piraterie Laut ESA explodiert der Game-Tausch

Um Hilfe von der US-Handelskammer bittet der Verband der Videospielindustrie ESA. Der Grund: Die Spiele-Piraterie sei "explodiert" - bei den üblichen Verdächtigen Nahost, Asien oder Südamerika, aber auch in Italien, Spanien oder Schweden. Nach der Computer Bild Spiele entdeckt so auch die ESA das Phänomen "Piraterie", das zahlreiche Märkte für die Game-Produzenten unattraktiv mache.

In einem Bericht konstatiert der Verband, dass in vielen Regionen - unter anderem Kanada, China, Malaysia, Russland und Teile Europas - die Online-Piraterie im Gaming-Sektor erschreckende Ausmaße angenommen hätte. Es gäbe Defizite sowohl bei der Rechtslage als auch bei der Strafverfolgung, so die ESA. Das Resultat: Pirateriequoten von bis zu 90% und abgeschreckte Spielehersteller, die bestimmte Märkte schon gar nicht mehr bedienen wollen, da dort in der Regel nur unlizenziert vervielfältigte Games kursieren.

Im Bericht werden nun Länder hervorgehoben, die vermehrt zu ihrem "Bekenntnis zur Förderung von Kreativität und Innovation" stehen sollen - was im Fall Fernost oder Südamerika wie eine alte Leier klingt. Die ESA gibt jedoch durchaus zu, dass kurzfristig in einigen Regionen wohl wenig zu bewegen sei.

Wenig überraschend bedient sich die "Piraterie" international unterschiedlicher Distributionswege. Fabrikherstellung von Spielkopien und Cartridges existiert ebenso wie Online-Piraterie via Download, Filehosting und Handel oder die Distribution bzw. unlizenzierte Nutzung von Games in Internet-Cafes.

Mit Unterstützung der Wirtschaftsverbände will man nun in den "Schlüsselregionen" vermehrt gegen die Piraten vorgehen. Das alles natürlich zum Wohle aller: denn die

"...Befreiung dieser Märkte aus dem Würgegriff der Piraten wird auch die Entwicklung einer regionalen Spieleindustrie stärken."

So jedenfalls externer Link in neuem Fenster folgtESA-CEO Michael Gallagher. Vermutlich glaubt der Mann auch noch, dass DOOM zum Erfolg und id Software zur Branchen-Referenz wurde, weil der Egoshooter nur auf die allerumständlichste Weise unter enormen rechtlichen Risiken schwarz kopiert werden konnte: in der Regel auf vier 3,5"-Disketten.

  • Ein Problem dürfte auch die Zensur hier in Deutschland sein. Entweder sind die Spiele verboten, indiziert oder so verändert worden, dass es keinen Spaß mehr macht.

    Destiny666 am 01.03.2008 23:19
  • Zitat: Zitat von Destiny666  Ein Problem dürfte auch die Zensur hier in Deutschland sein. Entweder sind die Spiele verboten, indiziert oder so verändert worden, dass es keinen Spaß mehr macht. stimmt das kommt noch hinzu. da sind wir deutschen aber auch nen meilenstein. wir sind ja eines der wenigen länder die eigene dubs (synchronisation) für filme und serien herstellen anstatt einfach nen sub ...

    Wandang am 02.03.2008 00:10
  • Keine Frage, die Raubkopiererei hat teilweise auch unmögliche Ausmaße angenommen. Da wird geladen was das Zeug hält, egal ob es dann später gespielt wird oder nicht. Erst vor Kurzem gab es einen sehr guten Kommentar zum Aussterben der PC-Spiele auf 4players. Mehr und mehr setzen die Produzenten auf die diversen Konsolen, Raubkopien dürften da auch ein Grund sein. Zum Teil sind also die Raubkopierer wirklich daran schuld, dass es der ...

    Tomato_of_Death am 02.03.2008 11:56
  • Aber nur weil es immernoch Leute gibt denen die Story vollkommen egal ist. Meistens sind das Jugendliche, die sowas wie CoD4 nur des Ballerns wegen zoggen... Zum Thema Grafik

    Pitlord am 02.03.2008 16:01
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