In einem Bericht konstatiert der Verband, dass in vielen Regionen - unter anderem Kanada, China, Malaysia, Russland und Teile Europas - die Online-Piraterie im Gaming-Sektor erschreckende Ausmaße angenommen hätte. Es gäbe Defizite sowohl bei der Rechtslage als auch bei der Strafverfolgung, so die ESA. Das Resultat: Pirateriequoten von bis zu 90% und abgeschreckte Spielehersteller, die bestimmte Märkte schon gar nicht mehr bedienen wollen, da dort in der Regel nur unlizenziert vervielfältigte Games kursieren.
Im Bericht werden nun Länder hervorgehoben, die vermehrt zu ihrem "Bekenntnis zur Förderung von Kreativität und Innovation" stehen sollen - was im Fall Fernost oder Südamerika wie eine alte Leier klingt. Die ESA gibt jedoch durchaus zu, dass kurzfristig in einigen Regionen wohl wenig zu bewegen sei.
Wenig überraschend bedient sich die "Piraterie" international unterschiedlicher Distributionswege. Fabrikherstellung von Spielkopien und Cartridges existiert ebenso wie Online-Piraterie via Download, Filehosting und Handel oder die Distribution bzw. unlizenzierte Nutzung von Games in Internet-Cafes.
Mit Unterstützung der Wirtschaftsverbände will man nun in den "Schlüsselregionen" vermehrt gegen die Piraten vorgehen. Das alles natürlich zum Wohle aller: denn die
"...Befreiung dieser Märkte aus dem Würgegriff der Piraten wird auch die Entwicklung einer regionalen Spieleindustrie stärken."
So jedenfalls ESA-CEO Michael Gallagher. Vermutlich glaubt der Mann auch noch, dass DOOM zum Erfolg und id Software zur Branchen-Referenz wurde, weil der Egoshooter nur auf die allerumständlichste Weise unter enormen rechtlichen Risiken schwarz kopiert werden konnte: in der Regel auf vier 3,5"-Disketten.
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am 02.03.2008 00:10:17: |
Tomato_of_Death am 02.03.2008 11:56:16: |
Pitlord am 02.03.2008 16:01:30: |
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