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SPD-Abgeordneter: Gamer sind keine Amokläufer

gullinews am Donnerstag, 11.06.2009 16:16 Uhr

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Der Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss hat zuletzt einen offenen Brief an die Minister der Bundesrepublik Deutschland verfasst, in dem er seinen Missfallen am Verbot von so genannten Killerspielen ausdrückt.

Kurz nachdem im Zuge der Innenministerkonferenz ein zügiges Verbot von Killerspielen in Aussicht genommen wurde, welches ein komplettes Herstellungs- und Verbreitungsverbot für Killerspiele mit sich bringt, ergreift der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss das Wort, um seine Missbilligung an den Entwürfen der Innenminister öffentlich publik zu machen.

Jörg Tauss setzt sich als Sprecher der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung engagiert für das Wohlergehen der Gamer ein und verurteilt schon seit langem konservative Stimmen, die ausnahmslos mit Vorurteilen und rätselhaften Argumenten gegen Computerspiele hetzen. In seinem offenen Brief möchte er sich nun erneut mit den fassungslosen Gamern solidarisieren und zahlreiche Argumente liefern, die die Beweisführung der Entscheidungsträger ins Wanken bringen. In seinen Augen sei es schließlich falsch, Gamer fortwährend als Amokläufer abzustempeln.

In seinem offenen Brief äußert er, dass es den heutigen Politikern trotz langjähriger wissenschaftlicher Arbeit immer noch nicht ins Auge gestochen sei, dass ein direkter Zusammenhang zwischen dem Konsum von gewalthaltigen Computerspielen und jugendlicher Gewaltbereitschaft im sozialen Umfeld nicht zu sehen ist. Methodische Studien und Expertengespräche hätten belegt, dass sich "solche Kausalität wissenschaftlich nicht beweisen lässt und sie demnach, auch im Falle Winnenden, falsch und herbeigeredet ist." Dies finde auch in allen seriösen wissenschaftlichen Studien zu diesem Themenkomplex ausnahmslos Unterstützung.

Laut Tauss ignorieren die traditionsverbundenen Mitmenschen nicht nur Ergebnisse wissenschaftlicher Studien, sondern missachten "geradezu fahrlässig auch die geltende Rechtslage und diskreditieren und kriminalisieren Jugendliche und einen höchst innovativen Wirtschaftszweig."

Um genau dieses Fehlverhalten der Politker endlich zum Verschwinden zu bringen, stellt Jörg Tauss sechs Forderungen in den Raum.

Abschließend wendet sich der Bundestagsabgeordnete an seine politische Gegenseite und fordert diese auf, endlich einmal eine Sachdebatte zu führen, statt immer während "populistischen Unfug" zu verbreiten.

(S. "Buddy09" Dincer)

(via www.krawall.de, thx!)

tagsTags: killerspiel-debatte populistisch spd-abgeordneter unfug

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41 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • z0xy am 15.06.2009 10:38:57

    Einfach die Piraten wählen, dann wird alles besser, ob es die SPD halten wird is eine andere Sache....

  • Sempralon am 15.06.2009 06:33:01

    Ach titus_shg, das ist etwas kompliziert und wirklich nicht einfach zu vermitteln. Ich hatte mal ein wirklich brisantes Dokument weitergeleitet, er hatte das Dokument mit einem bösen Satz an seine Ortspartei weitergeleitet und der Mann hatte wirklich das Glück im Anschluß dieser Törichtigkeit de...

  • titus_shg am 13.06.2009 14:55:40

    Sorry titus, das ich hier einhake ... @Teydn, ich weiß aus zuverlässiger Quelle, das es um die Kommunikativen Eigenschaften geht ... sie befürchten eine "Zusammenrottung zersetzender Elemente, die sich auch nicht vor Konfrontationen in der Öffentlichkeit (Demonstrationen)...

  • Sempralon am 13.06.2009 12:06:09

    titus, ich glaube nicht daran, dass die ihre Killerspiele verbieten wollen weil das was mit Internet, der freien Meinungsäusserung, Information und Gruppenbildung zu tun hat, zumindest nicht bei einem Großteil der Politiker. Die sind doch froh, dass sie irgendetwas den schwarzen Pete...

  • Teydn am 13.06.2009 11:11:28

    Das wissen die doch alles. Aber die suchen in Wirklichkeit doch nur nach (besonders unter jungen Menschen!) im Netz möglichst weit verbreiteten "Hobbies/Aktivitäten", die sie dann irgendwie schlecht reden, kriminalisieren und als Sündenbock für alles Mögliche hinstellen könne...

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