Offensichtlich wollte der Datendieb mehrere Personen an seinem Fund teilhaben lassen. Auszüge der höchst privaten E-Mails landeten im Postfach der Exfrau des Managers, einer Geliebten und seines Vorgesetzten. Weitere Kopien der elektronischen Post erhielten Bekannte des "Opfers". Nachdem diese Angelegenheit bekannt wurde, war für den Manager schnell klar, dass dem "Hacker" der Prozess gemacht werden muss. Am gestrigen Dienstag ist ein Richter in Barcelona zu einer Entscheidung gekommen. Der namentlich nicht genannte Datendieb muss für zwei Jahre ins Gefängnis. Hinzu kommt eine Geldstrafe in Höhe von Rund 3000 Euro. Der Geschädigte soll im vorliegenden Fall zudem 4000 Euro Schadensersatz erhalten.
Der Richter will vergleichbaren Fällen bis ins Detail nachgehen. Auch die aktuelle spanische Gesetzeslage unterstreicht dies. Die oberste Gerichtsinstanz hat in diesem Zusammenhang entschlossen, jedem Menschen ausreichend Raum für seine Privatsphäre auch in der virtuellen Welt einzuräumen. Dies sei nötig, um die Lebensqualität der betroffenen Personen garantieren zu können, was den Richter maßgeblich bei seiner Urteilsfindung beeinflusste.
Im vorliegenden Fall waren "lediglich" zwei Prozent der versendeten Mails privater Natur. Der Richter gab bekannt, dass es eine bedeutende Rolle spiele, wie stark die Privatsphäre der Opfer missachtet wird. Der Inhalt der Mails wäre dabei sekundär.
Der Manager hat das in Barcelona ansässige Unternehmen im Jahr 2006 verlassen. Er selbst war der Meinung, sämtliche E-Mails von seinem System entfernt zu haben. Die Gründe für den Datendiebstahl wurden nicht öffentlich bekannt gegeben. Wie der Black Hat an die elektronische Post des Opfers gelangen konnte, bleibt ebenfalls unklar. (gS-)
(via guardian.co.uk, thx!)
| 21 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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testuser2 am 08.08.2008 00:43:50: |
moerderhonk am 08.08.2008 15:10:11: |
testuser2 am 08.08.2008 17:15:16: |
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