gulli: Spammer droht zwei Jahre Knast

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13. Januar 2006

Spammer droht zwei Jahre Knast

Erste Verurteilung nach U.S. Can-Spam Act steht an

Vier Spammer aus Detroit waren die ersten Angeklagten nach dem US Can-Spam Act, das erste Urteil steht nun an. Einem der vier Männer drohen mindestens zwei Jahre Haft. Die vier Angeklagten wurden im April 2004 angeklagt, über Rechner unter anderem von Ford, Unisys und dem U.S. Army Information Center Spam versendet zu haben: ungefähr 100.000 Dollar sollen sie mit dem massenhaften Werben für Diäthilfen, Kräutern und - natürlich - Mitteln gegen Impotenz verdient haben.

Die drohenden zwei Jahre Haft sind schon Resultat einer Absprache mit den Strafvervolgern: an sich hätte der Spammer zu zehn Jahren Haft verurteilt werden können, plus weitere 10 Jahre wegen eines mit der Spam-Klage nicht in Zusammenhang stehenden Vergehens gegen Waffengesetze.

Damit kann sich der Angeklagte damit relativ glücklich schätzen: in einer Zivilklage wurde dieses Jahr bereits ein anderer Spammer zur Zahlung von 11 Milliarden Dollar Schadensersatz verpflichtet - die er zwar nie aufbringen wird, mit denen seine wirtschaftliche Existenz jedoch nachhaltig ruiniert sein dürfte. Und selbst das stellt nicht der Gipfel dessen dar, was mit Spammern gelegentlich passieren kann. In Rußland gibt es keine Gesetze gegen Spam, was die Massenmailer jedoch nicht aus der Schusslinie bringt: letzten Sommer wurde Vardan Kuschnir, unangefochtener Spamkönig Russlands, schlicht ermordet.

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