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15. November 2006

Spamhaus 200 Spammer sind für 80% der Mails verantwortlich

Eine erstaunliche Quote meldet Security Pro. 80% des Junks in den Mailboxen würden von den 10 "erfolgreichsten" Spammern verursacht. Vier von fünf Werbemails für die einschlägigen Medikamente, Pornseiten, Geldanlagen und Penisverlängerungen von den "Top Ten"? Nicht ganz - immerhin 200 Spammer müßte man stoppen, um die Mailboxen 80% leerer zu haben.

Ursache des Irrtums der Security Pro: die Top Ten der Spammer, die von Spamhaus regelmäßig aufgelistet werden. Dort liegt Russland in der Länderwertung klar an der Spitze - vier der Topspammer arbeiten dort, ebenso ein ukrainischer. Zweimal vertreten sind die USA - einer der US-Spammer agiert allerdings von russischen Serverfarmen aus - und auf den Plätzen folgen Kanada, Hong Kong, Israel und Kanada. Der Hinweis, dass 80% des Spams von den Topspammern stammt, bezieht sich jedoch auf die Top 200.

In diesen liegen die USA in der Länderwertung jedoch wieder klar vorn. 200 "Spam Gangs", bestehend aus insgesamt 400-500 Akteuren, schaffen den Löwenanteil des Mülls in die Mailboxen. Erstaunlich: populär sei vor allem das Betreiben eigener Mailserver, teilweise als vorgetäuschter ISP, der bei Beschwerden auf nichtexistente "Kunden" verweist, von denen die Spammails verschickt würden. Botnetze, die angesichts der massiven Verbreitung von Trojanern zur zunehmenden Gefahr werden, führt Spamhaus immerhin bei einigen der Top 10-Spammer als Verbreitungsmittel des Email-Mülls an.

  • 8 Kommentare zum Artikel
  • 200 nur? Das müsste doch ohne Probleme möglich sein, die zu cachen....!

  • Zitat: Zitat von nitramf Ich verstehe nur nicht, wie die ihr Geld verdienen. Das ist doch trivial erklärt. Du wirfst ein Produkt auf den Markt, an dem du ein bischen was gewinnst, aber kaum Produktionskosten hast. Möglichst mit für Laien nicht nachweisbarer nicht-Wirksamkeit. Dafür verschickst du 2 Millionen Spam-Mails. Kostet kaum was. Geht schnell. Kauft dir jeder Zehntausendste (und iirc sind ...

    nathan west am 28.01.2007 22:48
  • Och... ... die kann man fangen. Das geht mit zeitufwändigen Methoden, meist über den Mailkopf, mit Zugang zu Serverlogs und dem Verfolgen der Weiterleitungen. Ich habe schon einmal eine Mail verfolgen lassen, wenn auch in einem anderen Zusammenhang. Wenn man will bzw. eher muss, geht das. Erpressermails über AOL eMail Adressen sind z. B. keine sehr schlaue Idee^^. Nun, man kann und wird die fangen und ich hoffe, dass man die dann dazu ...

    MisterSister am 28.01.2007 23:02
  • Zitat: Zitat von MisterSister Och... ... die kann man fangen. Nein, in vielen Fällen wird man sich auch in Zukunft damit abfinden müssen, dass einige Spammer nicht geschnappt werden können. Das hat viele Gründe, ein grosser sind z.B. unkooperative Regierungen oder Gesetze im Ausland, die für eine Strafverfolgung eigentlich notwendige Dinge garnicht unter Strafe setzen. Maximal den Serverbesitzer kann ...

    nathan west am 28.01.2007 23:22
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