Spam: Bis zu 70 Prozent weniger Spam-Mails nach Erfolg gegen kriminellen Webhoster

gullinews am Donnerstag, 13.11.2008 22:33 Uhr (Rating: Rating)

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Mit dem Spam-Aufkommen im Internet, das Mailboxen verstopft, Server an ihre Leistungsgrenzen bringt und den Benutzer mit Viagra-Werbung und Schlimmerem nervt, haben sich wohl die meisten Menschen, die regelmäßig im Netz unterwegs sind, mittlerweile abgefunden. Antispam-Experten können oft kaum mehr tun, als Schadensbegrenzung zu betreiben. Nun aber sieht es so aus, als wäre zumindest zeitweise ein für die Nutzer wirklich merkbarer Erfolg gegen die Spammer zustande gekommen: Nachdem ein zwielichtiges, offenbar stark als Spamschleuder missbrauchtes Webhosting-Unternehmen vom Netz genommen wurde, ging das insgesamte Spam-Aufkommen stark zurück.

Zwei Internet-Provider unterbanden am 11. November 2008 die Verbindung der Firma McColo zum Internet. Das Hosting-Unternehmen war IT-Sicherheits-Experten dadurch negativ aufgefallen, dass es offenbar zahlreichen Spamversendern als Plattform diente. Kaum war das Unternehmen offline, konnte ein drastischer Rückgang der Menge an versendeten Spam-Mails beobachtet werden.

Zwischen 40 und 70 Prozent soll der Spam-Rückgang laut den Schätzungen verschiedener Antispam-Experten betragen. Aber nicht nur Spam soll bei McColo seinen Ursprung gehabt haben: Laut HostExploit.com, einem Zusammenschluss von IT-Sicherheits-Firmen, sollen auch andere illegale Inhalte wie Phishing-Seiten und Kinderpornografie bei McColo gehostet worden sein. Die Firma, die sich nach außen hin seriös gab, hatte ihren Sitz im US-amerikanischen San Jose - wo allerdings die Verantwortlichen sitzen, weiß bis heute keiner. Einige Forscher vermuten osteuropäische Cyberkriminelle hinter dem Unternehmen. Dementsprechend wird es schwierig sein, die Schuldigen für ihre Aktivitäten zur Rechenschaft zu ziehen.

Die relative Spamfreiheit der letzten Tage jedenfalls wird nicht von Dauer sein, warnen Experten. "Es ist ein bisher noch nicht da gewesener Rückgang, aber er wird nur von kurzer Dauer sein, da die Netze von Nordamerika an Orte umziehen werden, wo es weniger Kontrolle gibt", sagte Jason Steer, Sprecher der Antispam-Firma Ironport. Email-Nutzer werden ihre Spamfilter, so wie es aussieht, doch noch eine Weile brauchen. (Annika Kremer)

(via BBC Technology, thx)

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gullinews am 13.11.2008 19:27:19:
Mit dem Spam-Aufkommen im Internet, das Mailboxen verstopft, Server an ihre Leistungsgrenzen bringt und den Benutzer mit Viagra-Werbung und Schlimmerem nervt, haben sich wohl die meisten Menschen, die regelmäßig im Netz unterwegs sind, mittlerweile abgefunden. Antispam-Experten können oft kaum...

 

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