Dreh- und Angelpunkt der Internettauschbörse Soulseek von Nir Arbel, einem früheren Napster-Programmierer, war bislang der eigene zentrale Server. Dieser bedient alle Clients und wird vom Programmierer selbst betrieben. Derzeit können sich laut Wikipedia dort rund 100.000 Benutzer gleichzeitig anmelden. Zudem existieren sogenannte Parent-Nodes. Das sind Clients mit hoher Bandbreite, deren Aufgabe darin besteht, die vom Server zugestellten Suchanfragen zu mehreren ihnen untergeordneten Knoten weiterzuleiten. Die Clients beantworten die Suchanfragen und senden die Antwort direkt per TCP an die suchenden Clients. Die Teilnehmer des Netzwerkes sind somit keine reinen Clients im klassischen Sinne, sondern sie übernehmen teilweise auch Aufgaben eines Servers. Der komplett Ad- und Spyware-freie Filesharing-Client wurde kürzlich für Windows in einer neuen Testversion (157test12d) veröffentlicht und kann von hier heruntergeladen werden.
Wie üblich steht bei Soulseek der Community-Gedanke mit eigenen Chat-Räumen im Vordergrund. Die neue Beta soll sich zu kleineren aber schnelleren Testservern verbinden, deren Angebot kleiner ist, deren Suchfunktion im Gegenzug aber auch verbessert wurde. Wer auf Nummer sicher gehen will: Zur Beta kann man auch die letzte offizielle Version parallel dazu laufen lassen. Für Fragen und Anregungen steht zudem auch ein englischsprachiges Forum zur Verfügung.
Soulseek unterstützt unter anderem das Medien-Kunst-Festival lab.30 in Augsburg, das vom 13. - 15. November 2008 stattfinden wird. Zudem unterhält man ein eigenes Label zum Promoten von unbekannten Künstlern inklusive Streaming-Radio und auch ein eigenes Netlabel. Wie man sieht: Soulseek is weit mehr als nur einer der vielen Anbieter des P2P-Marktes.
(via Wikipedia & WinFuture.de, thx!)
| 2 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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gullinews am 01.07.2008 16:35:40: |
Deliverer am 01.07.2008 16:51:58: |
brainiac05 am 07.07.2008 11:21:25: |