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17. Dezember 2007

Sophos und Kaspersky Security gegen WLAN-Klau und Anonymität

Dass ausgerechnet Security- und Antivirenseiten sich an der Propaganda gegen offene WLans und Anonymität im Netz beteiligen, ist leicht deprimierend - sollten doch gerade diese wissen, dass es gerade genug Anlässe gibt, zu denen man sich lieber anonym im Netz bewegen will oder dass User durchaus freie Hotspots anbieten möchten, ohne ihr System zu kompromittieren. Sophos und Kaspersky mit wenig Verständnis für die Bedürfnisse ihrer Kunden.

Ins Bashen freier WLans stimmt Sophos mit ein, die 54 Prozent "WLAN-Diebe" innerhalb der Netznutzerschaft ausgemacht haben wollen. Über die Hälfte der Befragten  einer Studie externer Link in neuem Fenster folgthätten "zugegeben", bereits Wlan-Access "gestohlen" zu haben. Laut der Studie würden es viele User nicht schaffen, ihre WLan-Verbindung zu sichern, wodurch ihre Bandbreite "gestohlen" werden könnte.

Was offensichtlicher Blödsinn ist. Denn ob eine WLan-Verbindung willentlich oder unabsichtlich offen ist, wird nicht hinterfragt. Und gerade eine Firma wie Sophos sollte sich bemühen, Security-Produkte anzubieten auch für User, die eben anderen ebenfalls den Netzzugang ermöglichen wollen, ohne gleich auch ihre Platte freizugeben oder ihren eigenen Traffic sniffbar zu machen. Dass von "Diebstahl" die Rede ist, wenn ein Netz offen bleibt, ist ebenso Unsinn - zumindest eine (knackbare) WEP-Verschlüsselung sollte schon vorhanden sein, will man behaupten, dass der Hotspot-Anbieter tatsächlich keine Mitnutzer will.

In eine andere Kerbe schlug Eugene Kaspersky, der das Ende des anonymen Netznutzens in ein paar Jahren konstatierte. Bereits heute würden Strafermittler den Großteil der User aufspüren, deren Identität sie erfahren wollen.

Und anstatt anonyme Kommunikation zu stärken oder zumindest einzufordern, scheint es dem russischen Security-Experten durchaus gelegen zu sein.

"Stellen Sie sich vor, ein Auto fährt auf den Straßen mit abgedunkelten Scheiben, ohne zugelassene Reifen und ohne jegliches Kennzeichen.", zitiert ihn der externer Link in neuem Fenster folgtFocus. Daher sei eine eindeutige Identifikation aller Netznutzer mittelfristig notwendig.

  • Bei mir steht (seit einigen Monaten schon) eine Lizenzverlängerung aus für Kaspersky. Da ich mein Windows eh neu machen will, werde ich vermutlich zu Bit Defender greifen, die ja auch nicht schlecht sein sollen. Argumente gegen diese Entscheidung?

    DasFragezeichen am 17.12.2007 21:15
  • Zitat: Zitat von DasFragezeichen  Bei mir steht (seit einigen Monaten schon) eine Lizenzverlängerung aus für Kaspersky. Da ich mein Windows eh neu machen will, werde ich vermutlich zu Bit Defender greifen, die ja auch nicht schlecht sein sollen. Argumente gegen diese Entscheidung? Die Erkennungsrate von Kaspersky ist besser als die von Bitdefender. Außerdem, je nach Windows Version, gibt es ...

    CINCLANT am 18.12.2007 11:08
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