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12. Juli 2007

Sony-Rootkit 12 Millionen schweres Nachspiel mit MediaMax

"Fehlerhaft" sei der Kopierschutz gewesen, den Amergence, vormals bekannt als SunnComm, an Sony lizenzierte. Sony hatte im "Rootkit-Skandal" Prügel einstecken müssen, als sich herausstellte, dass die verwendeten Kopierschutztechniken XCP und MediaMax Rootkit-Funktionalität beinhalteten. Von Amergence will Sony nun 12 Millionen Dollar Schadensersatz.

Fehlerhafte Technik, durch die Sony BMG Kosten in Höhe von mehreren Millionen Dollar entstanden seien, habe SunnComm geliefert. Tatsächlich musste Sony ein teures Rückrufprogramm für die Malware-CDs starten und vergab an zahlreiche geschädigte Kunden kostenlose MP3-Downloads. Hinzu kamen Klagen gegen Sony in US-Bundesstaaten und in Kanada. SunnComm ist erwartungsgemäß nicht einverstanden.

Sony setzte MediaMax und XCP auf Millionen verkaufter CDs ein. Die Folge waren Rechnerprobleme, die Installation von Files, die vor dem Betriebssystem in Rootkit-Manier versteckt wurden, weitere Nachwehen ergaben sich durch Möglichkeiten, verseuchte PCs mit dafür gecodeter Malware anzugreifen. Sony legte Sammelklagen gegen Geldzahlungen bei und startete ein umfangreiches Rückruf- und Entschädigungsprogramm.

Ob das Abwälzen des schwarzen Peters auf Amergence funktioniert, ist fraglich. Über die Funktionalitäten der Software dürfte Sony gut Bescheid gewusst haben. Die Lizenzbedingungen, unter denen Sony die CDs abgab, wiesen teilweise vollkommen externer Link in neuem Fenster folgtabsurde Klauseln auf, die Kopiersperren, die gewährleistet sein sollten, sind beim Format Audio-CD ohne tiefgehende und notwendigerweise vor dem User verborgen bleibende Eingriffe ins System nicht möglich.

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