Die Business Software Alliance (BSA) prangert die enormen Kosten an, die im vereinten Kampf gegen Software-Piraten entstehen. Die Leidtragenden sind dabei letzten Endes die Bürger selbst, da die ausgegebenen Steuergelder an einer anderen Stelle wieder eingespart werden müssen. Aus dem Bericht einer amerikanischen Interessengemeinschaft, die von größeren Softwarekonzernen unterstützt wird, geht hervor, dass zwar vier von fünf Produkten auf legalem Wege erstanden werden, aber die Industrie dennoch eine enorme finanzielle Last tragen muss. Alleine der Unterhaltungsindustrie sollen Verluste von rund 11 Milliarden US-Dollar durch Steuerverluste entstanden sein.
Auch die Regierung beklagt sich ihrerseits über massive Verluste. Knapp zwei Milliarden US-Dollar werden auf der Regierungsseite verzeichnet. Dabei könnte man diese überdurchschnittlich hohen Summen weitaus effizienter einsetzen. Unter anderem könnte man damit mehr als 100 Schulen finanzieren oder knapp 25.000 Polizeibeamte einstellen. Neil MacBride, Vizepräsident der BSA versucht die aktuelle Lage auf den Punkt zu bringen: "In den USA herrscht zwar eine niedrige PC-Software-Piraterierate, das ändert aber nichts an den der Tatsache, dass die Zahlen steigen. Aktuell werden vier von fünf Produkten gekauft. Alleine dadurch entstehen enorme finanzielle Belastungen, die letztlich von der Regierung und der Unterhaltungsindustrie getragen werden müssen."
In den Augen von MacBride ist dies besonders tragisch, da man mit diesen Geldern viele Arbeitsplätze schaffen könnte und letztlich die Gesellschaft davon profitieren würde. Die Studie fand in acht US-Staaten statt. Abgesehen von den aufschlussreichen Statistiken wurde festgestellt, dass die Piraterie von Staat zu Staat stark variiert. In Kalifornien und Nevada lag die Rate bei 25 Prozent. In Florida und New York hingegen beläuft sie sich auf lediglich 19 Prozent. (gS-)
(via vnunet.com, thx!)
| 8 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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Raycluster am 18.07.2008 15:47:03: |
am 18.07.2008 17:43:04: |
iPfirsich am 18.07.2008 18:31:56: |