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12. März 2008

Social-Networking Yahoo überlegt sich Googles Open-Social Initiative anzuschließen.

Es kursieren Gerüchte, dass sich Yahoo der Initiative Open-Social von Google anschließen will. Open-Social versteht sich gewissermaßen als Gegenpol zu der erfolgreichen Zusammenarbeit von Facebook mit externen Entwicklern für Plug-Ins und eigene Applikationen. Es soll ermöglichen, vereinfacht Nutzer-Daten und Nutzer-Rechte zwischen unterschiedlichen Web 2.0 Applikationen auszutauschen. Eine offizielle Unterstützung von Yahoo würde Open-Social in eine starke Position bringen, da bereits schon jetzt große Social-Networking-Sites wie MySpace, Orkut, Six Apart oder Xing auf Open-Social setzen.

Die letztjährig im Herbst auf den Weg gebrachte Initiative hat bereits viele Unterstützer gefunden. Offiziell wurde von Yahoo noch nicht bestätigt, dass man Open-Social unterstützen wollte.

Natürlich wird bei einer Schnittstelle, die Social-Networking Plattformen untereinander verbinden möchte, die Frage der Privatsphäre und des Datenschutzes akut. Unwissentlich könnten Daten in Online-Applikationen über Open-Social an Stellen laufen, wo man seine Daten nur ungern sehen möchte. Es stellt sich die Frage, wie Transparent diese Technologie im Einsatz sein wird.

Kevin Marks, einer der Google-Ingenieure an diesem Projekt, behauptet in einem Interview, dass es Google bei Open-Social vor allem um das Manangement der Nutzerrechter ginge. Sie möchten mit Open-Social erreichen, dass standardisiert wird, wie auf Benutzerrechte zugegriffen wird und welche Daten der Nutzer mit wem teilt.

Ende letzten Jahres hat Google schon schlechte Erfahrungen mit einer eigenen Applikationen gesammelt. Sie erlaubten Nutzern des Google Readers ihre RSS-Feeds mit Nutzern aus Google Talk teilen können. Die Implementierung war so gestaltet, dass es keine Möglichkeit vorsah die Rechteverwaltung detailliert vorzunehmen, sondern nur, eigene Feeds öffentlich zu stellen. Im Ergebnis konnten die Feeds von allen Kontakten des Google Talk Gmail-Accounts eingesehen werden, was vielen Nutzern unrecht war. Die Reaktionen kamen promt und Google sah sich genötigt, granulare Nutzer- und Rechte-Optionen vorzusehen.

Und genau darum schient es Google auch bei der Implementierung von Open-Social zu gehen. Trotzdem ist im Angesicht der Unübersichtlichkeit vieler Web 2.0 Plattformen die Frage nach Transparenz zu stellen. Denn unklar ist, ob man eine solche Rechteverwaltung nicht mit verschiedenen Mitteln umgehen kann, beziehungsweise diese so zu gestalten, dass Benutzer nicht genau wissen wohin ihre Daten gelenkt werden.

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