Social Network: Anklage wegen dubioser Werbe-Mails

gullinews am Freitag, 10.07.2009 20:22 Uhr

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Das Soziale Netzwerk Tagged.com muss sich auf ein Gerichtsverfahren gefasst machen. Der Staatsanwalt von New York will Anklage erheben.

Für besonderes Aufsehen sorgt in den Kreisen der Social Networks derzeit die Tagged.com-Plattform. Allen voran fühlt sich der New Yorker Staatsanwalt Andrew Cuomo durch die Werbe-Machenschaften gestört. Nun will er das Netzwerk verklagen. Maßgeblich prangert Cuomo die Mischung aus verschickten Spam-Mails und Identitätsdiebstahl an.

Auf dem Markt der Social Networks ist der Kampf um die Mitglieder kein leichter. Dies haben auch die Köpfe hinter Tagged.com mitbekommen und sich aus diesem Grund einer etwas anderen Werbekampagne bedient. Unter dem Strich handelt es sich dabei um eine Praktik, die zahlreiche Zweifel aufwirft. Vor einiger Zeit wurden Nachrichten an bereits angemeldete Nutzer verschickt, in denen ein zwielichtiges Script versteckt wurde. Selbiges konnte sich Zugriff auf das Adressbuch des Empfängers verschaffen. Sobald die relevanten Adressen gesammelt waren, wurde damit begonnen, getürkte Meldungen an Bekanntschaften des Empfängers zu verschicken.

In der besagten elektronischen Post war sodann zu lesen, dass sich der vermeintliche Absender bei Tagged angemeldet und dort zahlreiche Fotos hochgeladen habe. Selbstredend war der bloße Klick auf den angegebenen Link nicht ausreichend, um das Bildmaterial betrachten zu können. Viel mehr war eine Registrierung erforderlich. Selbiger waren viele Besucher nicht abgeneigt und meldeten sich prompt an. Das Werbekonzept der ungewohnten Art schien im Interesse der Betreiber zu fruchten.

Nach einiger Zeit bekamen immer mehr Mitglieder davon Wind und übten heftige Kritik an den Machenschaften der Plattform. Daraufhin wurde der Entschluss gefällt, auf die geschilderte Nutzerwerbung zu verzichten. Von Identitätsdiebstahl will man bei Tagged allerdings nichts wissen. In den Augen des Unternehmens ist dieser Vorwurf nicht gerechtfertigt. Mit einer anderen Haltung blickt hingegen Andrew Cuomo auf diese Angelegenheit. Er will solche Praktiken weder in der Realität noch im Netz dulden. (gS-)

(via NYTimes, thx!)

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3 Reaktionen aus dem gulli:Board

ANTIBILD am 10.07.2009 22:12:37:
nutzt "pauldirekt" auch ein solches script? Ich wurde von nem Freund eingeladen & kurtz nach der Registration statd an der seite, dass ich eine Einladung an einen Freund verschickt haette, obwohl ich das garantiert nicht hatte. Waehrend der ganzen Geschichte war mien gmail offen... Wenn sich bald ...

Xenor am 11.07.2009 01:27:41:
hab ich das jetzt richtig verstanden, dass die im prinzip trojaner schickt haben??...

Cocofreak am 11.07.2009 12:04:40:
scheint so und das ist ne absolute Schweinerei, wenn mann bedenkt, das die ganzen Email Anbieter im netz (Web, GMX und co.)doch immer damit werben die Mails gegen Viren zu filtern... und so ein Script darf da einfach durchmarschieren? Starkes stück ......

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