|
12. April 2007
Smartphones Palm und Nokia setzen zukünftig auf LinuxUnabhängig voneinander zeichenet sich beim US-Kleincomputerhersteller Palm und dem finnischen Telekommunikationskonzern Nokia der Trend in Richtung Embedded Linux als Betriebssystem der Wahl für ihre Smartphones ab. Das offene Operating System hat sich in der Vergangenheit im mobilen Bereich bewährt. Neue Konzepte sind sehr gefragt, dem US-Unternehmer Palm geht es zurzeit wie damals der Silicon-Valley-Legende Apple vor einigen Jahren: Ähnlich wie Apple damals besitzt auch Palm Kultstatus bei den Benutzern und man vertreibt eher schlecht als recht seine Produkte an eine eingefleischte Fangemeinde. Trotz der von Kritikern bejubelten Produkte haperte es im Vorjahr deutlich am erzielten Gewinn der Aktiengesellschaft. Hohe Marketingaufwendungen und Entwicklungskosten hätten den Gewinn stark minimiert, wird verkündet. Da kommt es sehr gelegen, wenn die Smartphone-Sparte mehr und mehr Umsatz abwirft - im Winter 2006 waren es immerhin 86 Prozent. Die Dominanz im Markt soll damit manifestiert werden, indem man die Eigenentwicklung des Betriebssystems nicht mehr an seine Konkurrenten lizensiert.
Wenn der Coup misslingt, verspielt Palm erneut den entscheidenen technischen Vorsprung. Schon Mitte der 90er hatte Palms Vorgängerfirma und ehemaliger Modemhersteller U.S. Robotics den sogenannten Pilot entwickelt - ein elektronisches Adress- und Kalenderverzeichnis, das sich per Kabel mit dem PC verbinden ließ. Dieses Gerät galt bei Geschäftsleuten, Nerds und Technikfreaks als geradezu unverzichtbares Gadget, jeder Programmierer konnte und durfte für das Palm OS eigene Anwendungen für sein Gerät entwicklen. Marketingfehler führten später zum Verlust der Vormachtstellung und dazu, dass die Gründer dem Unternehmen mehr und mehr den Rücken zukehrten und es verließen. Beim finnischen Telekommunikationsriesen Nokia soll ein neues Plug-In für Entwickler das noch immer dominante OS Symbian und die Linux-basierten Mobilfunkanwendungen miteinander verbinden. Die Erweiterung "Nokia Open C Plug-in" soll Entwicklern helfen, ihre Anwendungen leichter in Symbian portieren zu können. Die Verbindung verlief unter Umgehung diverser technischer Probleme und in verschiedenen Entwicklungsstufen. So musste man als Lösung des Problems Symbian an PIPS anpassen, dies ist eine Umsetzung des UNIX-Standards POSIX für das Symbian OS. Die in diesen Kreisen häufig
Verwandte News
Trackbacks
Zitat: Zitat von tx8090 hammer!!!! Endlich kein Symbian Schrott ich grins dem auch schon entgegen, maybe bekommts nokia mal hin, das sich die handys nicht restarten, oder fürs netz aufhengen und das os weiter rennt. muss aber sagen, das ich mit der neuesten symbian für die s60 modelle sehr zufriedn bin (ausser die automatische tastensperre, die die vögl noch immer nicht implementiert ... ins2t am 12.04.2007 14:16
Ich hab da mal ne Frage zu dem Artikel: Geht es um PalmOne (stellt derzeit die Geräte her) oder PalmSource (entwickeln das PalmOS weiter), die Firmen haben sich vor einiger Zeit aus Palm Inc. gespaltet ... und PalmSource wurde von Access aufgekauft die seitdem behaupten ein auf Unix (Linux?) basierendes OS zu entwickeln. Falls es hier wirklich um ein OS speziell für die Treos geht kann es aber auch PalmOne sein, die sich ja schon mit Windows ... Thammi am 12.04.2007 23:40
|