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26. Januar 2006
Skype potentielles HackertoolBotnetze per VoIP steuern Vor möglichen Anwendungen Skypes im Botnetzbereich warnt Jon Crowcroft, Professor an der Cambridge University. Skype habe das Potential, Botnetze zu steuern - mit neuen und besseren Möglichkeiten, den Missbrauch der ferngesteuerten Zombie-Rechner zu verschleiern. Cowcroft hat schon einen Proof-of-Concept entwickelt, von dem er selbst sagt, dass er erstaunlich leicht zu implementeren war - unglücklicherweise. Publiziert wurde der Code nicht, zunächst solle er gemeinsam mit den VoIP-Providern untersucht werden. Skype basiert weitgehend auf FastTrack: dem P2P-Protokoll, welches auch von KaZaA und seinen Ablegern eingesetzt wird. Angesichts der verteilten Distribution der Datenströme wird die Rückverfolgung der Botbetreiber bzw. überhaupt das Aufspüren eines Steuersignals an einen möglicherweise kompromittierten Rechner erschwert. Wenngleich Skype-Sicherheitsexperte Kurt Sauer erwiderte, dass es praktisch kein Protokoll gebe, welches nicht zum Verbergen von Steuersignalen missbraucht werden könne - viele Groupware-Anwendungen würden beispielsweise verschlüsselte XML-Streams einsetzen, welche ebenso missbraucht werden könnten. Der verteilte Charakter der Skype-Datenübertragung sowie seine weite Verbreitung dürften das VoIP-Tool dennoch um einiges attraktiver für illegitime Einsatzzwecke machen. Cowcroft kritisierte vor allem die Politik Skypes, die proprietären Routingspezifikationen unter Verschluss zu halten. Dies sei auf längere Zeit gesehen nicht hilfreich, so Cowcroft. Proprietär und Closed Source will Skype bleiben, Netzbetreibern und -administratoren wolle man in Bezug auf die nun befürchteten Missbrauchsmöglichkeiten entgegenkommen, so Skype. Wenngleich die Praxis zeigt, dass bereits die bestehenden, weniger verschleierten Steuerungstools für Botnetze das Abschalten derselben nicht unbedingt einfach gestalten. Herrenlose Botnetze neigen zum Weiterwachsen, das Risiko des Versuchs, ein Netz von hunderttausenden von Rechnern ohne Nebenwirkungen zu deaktivieren, wird von vielen Experten als unkalkulierbar betrachtet. Verwandte News
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