gullinews am Donnerstag, 02.10.2008 16:47 Uhr
In dem Forschungsbericht des Citizen Lab an der Universität Toronto werden detaillierte Beweise vorgelegt. Dabei werden die Textnachrichten auf Vorrat gespeichert und nach "sensiblen politischen Schlüsselbegriffen" wie "Unabhängigkeit für Taiwan", "Demokratie" oder ähnlichen durchsucht. Auch die Namen von Politikern fallen in die Liste der Schlüsselbegriffe.
Falls verdächtige Keywords ermittelt wurden, werden die Daten, also der Textchat, auf einem eigens angelegten Backup-Server gespeichert. Diese Server sollen auf öffentlich leicht zugänglich sein. Die kompletten Textnachrichten sollen dort gespeichert sein, ebenso Verschlüsselungscodes der Nutzer, die es prinzipiell jedem ermöglichen sollen, die Logfiles zu entschlüsseln. In den Logfiles finden sich auch Informationen zur IP-Adresse, Usernamen und falls angegeben auch die Telefonnummer.
Man würde insbesondere Internetcafes überwachen. Auch Chats ins Ausland fallen unter diese Maßnahme. Ein weiterer Server wäre dafür zuständig SMS-Nachrichten und mobile Services zu überwachen. Eine Sprecherin von Skype in den USA äußerte sich zu dem Vorfall. Sie sagte, dass sich ihr Unternehmen, beziehungsweise ihr Partnerunternehmen TOM, in China an lokales Recht halten muss. "Es sollte niemanden überraschen, dass der Internetverkehr nach China überwacht wird." Dennoch sei man wegen der Sicherheitsproblematik besorgt. (020200)
(via Futurezone, thx!)
| 4 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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jondos am 02.10.2008 23:21:39: |
unsub am 03.10.2008 08:58:08: |
xzeNji am 03.10.2008 11:08:46: |