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11. August 2006
Skype-Gründer zahlen die Kazaa-Millionen an die MusikindustrieDie Kleinigkeit von hundert Millionen Dollar an Entschädigungen soll die Tauschbörse KaZaA an die Musikindustrie zahlen, ein an sich illusorischer Betrag, der jedoch nun von unerwarteter Seite gedeckt wird. Die Skype-Gründer Niklas Zennstrom und Janus Friis griffen tief in die Taschen. Die Motive liegen im Dunkeln, die Vorgeschichte stellt Verbindungen her: Zennstrom und Friis entwickelten das FastTrack-Netzwerk, auf dem der populäre Napster-Nachfolger Kazaa basierte. KaZaA wurde von den beiden Entwicklern an Sharman Networks verkauft, ebenfalls auf der Basis von FastTrack entwickelten Zennstrom und Friis anschließend Skype. Die populäre Internet-Telefonie führte auch zur jetzigen Finanzkraft der beiden, die die jetzige Zahlung zu einer vergleichsweise leichten Übung machen dürfte: Skype wurde für 2,6 Milliarden Dollar an Ebay verkauft. Die Motive von Zennstrom und Friis bleiben unklar. Das Duo befindet sich in einem weiteren Rechtsstreit mit StreamCast Networks, die ihrerseits wiederum den Tauschbörsenclient Morpheus vertreiben. StreamCast wirft den beiden vor, FastTrack unrechtmäßig in Skype eingesetzt zu haben, da sie die exklusive Lizenz für das P2P-Protokoll erworben hätten. Vom jetzigen Skype-Besitzer Ebay forderte StreamCast vier Millarden Dollar Schadenersatz. Nach dem Musik- und Telefoniemarkt sind die beiden Entwickler nun laut Insidern dabei, den Videomarkt aufzumischen. Unter dem Codename "Venice Project" seien die beiden mit der Entwicklung einer neuen Technik der Filmdistribution beschäftigt. Verwandte News
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