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17. August 2006

Silica Hacker-Handheld kommt im Oktober auf den Markt

Das Gebettel der Scriptkiddies nach den geeigneten t00lz zum Hacken könnte demnächst eine völlig neue Sinntiefe bekommen. Der Silica, den die Securityfirma Immunity im Oktober auf den Markt bringenj will, soll selbständig per WLan und Bluetooth umliegende Rechner mit mehr als 150 vorinstalierten Exploits zu hacken versuchen.

Der linuxbasierte Handheld kann auch per USB an Ethernet-Netzwerke angeschlossen werden und selbständig "Penetration Tests" - Prüfungen der angeschlossenen Rechner auf Sicherheitslücken - vornehmen können. Das geplante Anwendungsszenario: Sicherheitsexperten sollen nicht mehr aufwändig einzelne Rechner auf Lücken prüfen, sondern können, den Silica in der Hand, schlicht durch die Büroräume gehen und sich die Ergebnisse der Hackversuche anzeigen lassen.

Das Gerät wirft natürlich mehrere Fragen auf - einmal mehr ist es eine Frage der Definition, was ein Einbruchsversuch oder Computersabotage ist und was stattdessen ein notwendiger Sicherheitstest. Im Netz werden bereits die ersten inoffiziellen Anwendungsszenarien diskutiert: "Warmarching" statt Wardriving könnte mit dem Silica eine spannende Disziplin werden, das automatische Ausnutzen von Sicherheitslücken lassen jedoch auch anwenderlose Szenarien denken: das eingeschaltete Gerät könnte beispielsweise schlicht per Post verschickt werden. Nach Empfang könne man dann anschließend prüfen, an wie vielen und welchen ungesicherten Systemen das Gerät vorbeitransportiert wurde.

Eine natürliche Hemmschwelle hat Immunity für die größte Zahl der Skriptkiddies jedoch eingebaut. Veranschlagter Marktpreis des Geräts: die Kleinigkeit von 3.000 Dollar.

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