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21. Dezember 2007

SIIA sucht Denunzianten Kopfgeld für eBay-Anbieter kopierter Software

Die BSA-Kopfgelder für Anwender unlizenzierter Software sorgen regelmäßig für Anlässe zum Kopfschütteln, die Software and Information Industry Association tritt nun in die Fußstapfen. Wenig bekannt ist der Verband, dem unter anderem Adobe und Symantec angehören. Was tun? 500 Dollar Kopfgeld auf eBay-Händler aussetzen, scheint der SIIA die Strategie der Wahl zu sein.

Seitens der SIIA wendet sich das Programm an Käufer auf Online-Plattformen, die statt Originalsoftware irrtümlich kopierte Ware erstanden hätten. Die 500 Dollar sind gemeint als "Möglichkeit für nichtsahnende Käufer, das Minus wieder gutzumachen, wenn sie von Händlern unlizenzierter Programme abgezockt wurden".

Was auch den vergleichsweise geringen Betrag erklärt, der ausgesetzt wird: läppische dreistellige Beträge wären der BSA wohl kaum eine Pressemitteilung wert, dort klotzt man lieber mit Beträgen bis zu einer Million, die Denunzianten erhalten sollen.

Der Knackpunkt liegt - wie bei der SIIA übrigens auch - im Begriff "bis zu". Faktisch ist kein Betrag über 15.000 Dollar bekannt, die von der BSA je für entsprechende Hinweise bezahlt wurde. Was Nachahmer beflügelte: Techdirt will ebenfalls "bis zu einer Million Dollar" an den Hinweisgeber zahlen, der einen tatsächlichen Empfänger der BSA-Million ausfindig machen kann.

  • 9 Kommentare zum Artikel
  • Full Ack. Kein Geschäft mit Raubkopien! Aber sich zu diesen Zweck ein Heer von Denunzianten züchten? Na dann gute Nacht. Habt ihr alle schon vergessen was eine Denunzierung fordernde Atmosphäre mit einer Gesellschaft anstellt. Zumindest die Ossis hier, sollten sich noch halbwegs daran erinnern können. Aber nicht nur der Stalinismus hat diese Kontrollfunktion für sich nutzbar gemacht. Genauso gut kann man die USA der McCarthy-Ära ...

  • @ herr - k Dann bist du also damit einverstanden das sich andere Leute zu Unrecht an dir bereichern ? Ich finde , dass hat nichts mit Ost und West zu tun ! Hier geht es um den Anspruch auf Qualität und Rechtschaffenheit , um den Schutz des Kunden . Kein Mensch baut freiwillig nachgemachte Ersatzteile aus Fernost in sein Auto ein , macht seinen Wagen damit zur tickenden Zeitbombe und bezahlt den Preis für das Orginal ! Ja gut hier geht ...

    shirasaya am 26.12.2007 12:05
  • Entschuldigung, natürlich gehört so etwas angezeigt. Aber wieso soll ich dafür extra entlohnt werden? Dies schaft eine Kopfgeldjägerkultur welche ihr Handeln dann ständig händeringend rechtfertigt. Ich habe kein Verständnis für solche Wildwestmethoden.

  • Wenn jemand so dämlich ist und bei Ebay Raubkopien verkauft, muss er damit rechnen verklagt zu werden. Egal ob Software oder Markenklamotten - die Anwälte lauern schon. Ich persönlich würde aber niemanden verpetzen sondern würde nen schönen Preisnachlass raushandeln. @herr-k Denunzianten gab und gibts im Westen wie im Osten.

    25frames am 26.12.2007 15:04
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