17 Prozent der Internet-Surfer in Deutschland, also insgesamt 8 Millionen Menschen, unterlassen Online-Transaktionen komplett. Grundlage der Zahlen ist eine Befragung des Instituts ARIS, dabei wurden 1000 Personen im Alter ab 14 Jahren befragt.
Die Studie wurde vom Branchenverband BITKOM anlässlich der Messe CeBIT veröffentlicht. 49 Millionen Deutsche ab 14 Jahren nutzen das Internet. Doch 41 Prozent von ihnen schicken wichtige Dokumente lieber per Post anstatt per E-Mail. Gut jeder vierte Surfer verzichtet auf Online-Shopping, fast jeder fünfte auf die Buchung von Reisen oder Tickets. Nur 20 Prozent der Internet-Nutzer haben nach eigenen Angaben keine Sicherheitsbedenken bei Transaktionen im Web.
Die Verbraucher werden von BITKOM dazu angehalten, den Angeboten im Netz weder blind zu vertrauen und diese auch nicht komplett abzulehnen. Programme wie die Firewall und die Antivirensoftware auf dem Laufenden zu halten ist keine Garantie aber zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Teilweise sind auch noch immer die Anbieter gefragt, ihre eigenen Sicherheitsstandards zu erhöhen. So kann man bei zahlreichen Banken noch immer ein völlig veraltertes TAN-System antreffen. Für mehr Sicherheit können und müssen also beide Parteien, also Anbieter wie auch Nutzer sorgen.
In der vorliegenden Umfrage gaben 29 Prozent (in 2008: nur 7 Prozent!) der Internet-Surfer an, sie hätten im Umfeld von Transaktionen im Netz bereits einen finanziellen Schaden erlitten - etwa durch Viren, bei Online-Auktionen oder beim Online-Banking. Bei vielen Opfern (18 Prozent) beschädigten Viren den privaten Rechner, er musste neu konfiguriert oder gar ausgetauscht werden. Jeweils 4 Prozent der Nutzer gaben an, beim Online-Shopping oder einer -Auktion geschädigt worden zu sein, z. B. durch Lieferung von falscher oder minderwertiger Ware. Glücklicherweise betraf der Missbrauch insgesamt nur 0,6 Prozent der Nutzer von Online-Banking.
Die Gründe für den erheblichen Anstieg der Kriminalität in diesem Bereich liegen auf der Hand: Viele Black Hats haben sich professionalisiert, die Zahl der neuen Schadprogramme und unseriösen Angebote im Netz haben sich vervielfacht und immer mehr Neueinsteiger mit erheblichen Wissenslücken nutzen das Internet. Sie sind mit ihrer mangelnden Vorsicht, der fehlenden Erfahrung und der lückenhaften Software die idealen Opfer der Kriminellen. (Ghandy)
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Lionet am 04.03.2009 06:46:46: |
Grazer57 am 04.03.2009 13:18:45: |
Destiny666 am 04.03.2009 15:31:12: |
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