gulli: Server-Einbruch: Nach der Weltbank nun der IMF von Crackern heimgesucht

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18. November 2008

Server-Einbruch Nach der Weltbank nun der IMF von Crackern heimgesucht

Vor wenigen Wochen haben wir bereits über die Einbrüche in die Computersysteme der Weltbank berichtet. Auf diese Meldungen hin hat die Bank sämtliche Anschuldigungen dementiert und von sich gewiesen. Angeblich wurde das Netzwerk der Weltbank im vergangenen Jahr mindestens sechs Mal kompromittiert. Heute wurde bekannt, dass offenbar schon die nächste internationale Finanzorganisation einem Cracker-Angriff zum Opfer fiel.

Aus einem Bericht der Economic Times geht hervor, dass es eine Gruppe von Crackern auf die Computersysteme der International Monetary Fund (IMF) abgesehen hatte. Der Einbruch soll sich in der vergangenen Woche zugetragen haben und auf Seiten des Internationalen Währungsfonds für heftige Tumulte gesorgt haben. Als Resultat ging unter anderem hervor, dass die Rechner zum Teil mehrere Tage lang nicht verwendbar waren und von massiven Schwachstellen bereinigt werden mussten.

Die Dienste der IMF sind vergleichbarer mit denen der Weltbank. Es handelt sich dabei um eine Institution der Vereinten Nationen, die mit der Aufgabe vertraut ist, die internationale Zusammenarbeit in der Währungspolitik zu fördern. Mitunter aus diesem Grund ist die IMF in der aktuell vorherrschenden Finanzkrise stark gefordert und wurde in einer kritischen Phase angegriffen. Auf welche Informationen es die Angreifer abgesehen haben, geht aus dem vorliegenden Bericht nicht hervor. Man geht jedoch davon aus, dass die Cracker zahlreiche Systeme mit Spyware und anderem Schadcode infiziert und Zugriff auf sensible Daten gehabt haben.

IMF Logo, International Monetary FundÄhnlich wie bei den Cracking-Anschuldigungen gegenüber der Weltbank werden sämtliche Äußerungen vonseiten der IMF dementiert. Offiziell hat es nie einen Einbruch in die Computersysteme gegeben und somit sind auch keine Daten entwendet worden, hieß es. Verschiedene IT-Sicherheitsexperten sind sich im Bezug auf diesen Fall jedoch einig und sind der Meinung, dass hiermit die Verwundbarkeit von Finanzinstituten nur ein weiteres Mal untermauert wird. Die feste Anbindung zum Netzwerk der Weltbank wurde angeblich aus Gründen der Eindämmung von Malwareverbreitung vorübergehend unterbunden. (gS-)

(via indiatimes.com)

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