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19. März 2008
Sequoia Schreibt Ed Felten die Wahrheit über unsere Wahlcomputer, wird er verklagt!Der Professor der Uni Princeton und populäre Blogger von "Freedom to Tinker" wurde kürzlich offiziell gebeten, die in New Jersey in Zukunft angewendeten Wahlcomputer genauer unter die Lupe zu nehmen. In Anbetracht der Tatsache, dass Professor Felten ein Experte auf dem Gebiet ist, scheint das Anliegen der Stadtverwaltung mehr als sinnvoll zu sein. Man könnte nach einem erfolgreichen Test eines Experten mehr Vertrauen in diese Geräte aufbauen. Wahlmaschinenproduzent Sequoia sieht die Sache aber ganz anders. Sie bedrohten Mr. Felten jetzt mit einer E-Mail. Schreibt er die Wahrheit über die Geräte, wird er verklagt. Felten hat jetzt die Echtheit der E-Mail, die durch zahlreiche Medien ging, bestätigt. Hersteller Sequoia bezichtigt die offizielle Stelle, die Felten das Gerät geschickt hat, sie hätten die Konditionen des eingegangen Kundenvertrages gebrochen. Man behält sich vor, nachdem sie sich haben rechtlich beraten lassen, den Bruch der Rechte am geistigen Eigentum der Firma vor Gericht gegen Felten einzuklagen. Man würde sich "angemessene" Schritte vorbehalten, falls Professor Felten offen über die Software oder Hardware, dessen Verhalten, vor allem aber über deren Schwachstellen berichten würde. In einem solchen Fall sieht Sequoia einen Bruch der Urheberschutzrechte als gegeben an. Nur weil er im Auftrag der Stadt eine der E-Voting-Maschinen testen soll, wird er jetzt präventiv mit einer Klage bedroht? Der Klang der E-Mail weckt alte Erinnerungen an Auseinandersetzungen zwischen Felten und der Musikindustrie. Jetzt scheint sich die alte Geschichte in neuen Gewändern zu wiederholen. Ob sich der Blogger und Wissenschaftler wirklich von einer derartigen Androhung abschrecken lässt? Immerhin wirbt der Name seines Weblogs "Freedom to tinker" dafür, an allem herumzubasteln, was einem so in die Finger gerät. (Via Techdirt & Wikipedia, thx!) Verwandte News
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