Die Runde durch die Medien macht ein wenig neues Phänomen: Strafermittler können Handys als Wanzen missbrauchen. Per Hack wird das Handy ferngesteuert und überträgt auch im aufgelegten Zustand unbemerkt Gespräche und Raumgeräusche. Die Technik ist seit Jahren beim FBI im Einsatz, erste Abwehrmaßnahmen werden in Deutschland schon seit einiger Zeit vermarktet. Immerhin: das Ausmaß bereits bestehender Bespitzelungsmethoden scheint langsam auch einigen Chefredakteuren aufzugehen.
Aus dem
Spiegel zu
Heise und von dort in die üblichen Ticker lief die Meldung über Handys, die selbst im ausgeschalteten Zustand an Ermittler funken und die per Handy erlauschbaren Geräusche übertragen. Neu ist das indessen nicht, beim
FBI ist die Technik seit Jahren im Einsatz, erste "Erfolge" haben die Schnüffler mit der Methode auch schon verzeichnet. In Deutschland warb bereits Anfang des Jahres
Securstar mit den Schnüffelmöglichkeiten via Handy für ihre verschlüsselte Handy-Kommunikationslösung.
Warum also nun die verblüffende Neuigkeit? Denn die vergangenen Fälle dürften in den meisten Redaktionen bekannt gewesen sein. Aber was wie ein Versäumnis scheint, erfüllt möglicherweise einen guten Zweck.
Denn inwieweit solche Methoden auch in Deutschland zum Einsatz kommen und könnten, ist angesichts der aktuellen Debatte um Terrorabwehr und innere Sicherheit natürlich ein hochbrisantes Thema. Und während bei Bundestrojaner und Online-Überwachung mit Kryptografie und Security mehr als unklar scheint, wie die Schnüffelei praktisch stattfinden soll, ist das Handy ein allgegenwärtiger Begleiter, dessen Lauschen sich jeder potentiell Betroffene aufs Einfachste vorstellen kann - und gegen das er, abgesehen vom Entfernen des Akkus, herzlich wenig ausrichten kann.
Insofern ist es gar nicht schlecht, wenn angesichts des Terror-"Staccatos" eines Innenminister Schäubles nochmals darüber diskutiert wird, was jenseits der neu aufgekommenen technischen Möglichkeiten alles an Handwerkszeug für schnüffelnde Ermittler zur Verfügung steht. Und allein die Tatsache, dass Schäuble noch nicht mit der Idee der Handywanzen in seiner bekannten, nur "fragenden" Art an die Öffentlichkeit gegangen ist, kann nur eins bedeuten: dass er es in Bälde tun wird.
... Eigentlich wollte ich zu dem Thema nichts mehr schreiben, weil diesbezüglich selbst mein Feedticker die Paranoia bekommt, aber da wären dennoch ein paar Sachen, die ich gerne zusammengeführt erwähnt wissen möchte: Spionage via Handy ist ansich nic ...
Eine Frage beschäfftigt mich jetzt schon die ganze Zeit. Kein Schwarz ohne Weiss oder besser, es muss doch auch ein wirksames Gegenmittel geben. Kurz nach den ersten Hackern gab's die erste Firewall, nach den ersten Viren die Antiviren Software, also warum sollte sich dagegen kein Gegenmittel finden lassen ??
@Hindenburg: Weil das alles mehr als nur eine Wissenschaft für sich ist. Es wurde mittlerweile alles zu komplex, als daß man irgendwas noch "einfach so" machen oder verstehen könnte. Die Angriffsmöglichkeiten sind unendlich, die Abwehrmöglichkeiten ebenso. Es ist und bleibt ein Katz- und Mausspiel.
Die Computerszene ohne den Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth wäre denkbar ärmer, denn durch seine juristischen Verfahren und Verfahrenswege ist er inzwischen eine markante und immer wieder brisante Persönlichkeit. Gäbe es ihn nicht, müsste man diesen Bewahrer von Recht, Gesetz und Marken noch erfinden. Durch seine Unterlassungserklärungen, Abmahnungen und Prozesse ist er einer der meist umstrittenen Persönlichkeiten der Computerszene ...
ich will ja keine werbung für en solsches programm machen aber hier gibt es das http://www.********.com/de/index.html hehe sehr gut das die page sofort zensiert wird ^^