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06. Juni 2006
Sensation Erste Raubkopie in den USA gesichtetUnd es gibt sie doch: die Raubkopie. Ein GTA-Raubmord sei von zwei Jugendlichen kopiert worden, so der Vorwurf des Videospielgegners Jack Thompson. Die beiden Jugendlichen töteten einen Autofahrer, nachdem dieser sich weigerte, den Angreifern sein Auto zu überlassen. Vorlage des kopierten Raubmords soll das Videospiel Grand Theft Auto gewesen sein. Der Begriff Raubkopie sowie auch der der Mordkopie dürfte damit seiner eigentlichen Bedeutung zugeführt worden sein. Dass es so etwas wie eine "Raubkopie" nicht gibt, war lange Zeit allgemein geteilte Ansicht außerhalb der einschlägigen Propagandakreise. Bekannt die Aufklärung Fabian Keils über das "musikindustrielianische Märchen", welches nun aber traurige Realität wurde. Ob die Tat nun tatsächlich einen kopierter Raub sowie Mord darstellt, bleibt hingegen umstritten, auch wenn die Jack Thompsons der Welt nun wieder neue Munition für ihre spielefeindliche Haltung erhalten haben. Thompson genießt in den USA den Ruf eines entschiedenen Videospielgegners, der die Games regelmäßig als Ursache für Straftaten heranzieht. Mit dem Vergleich von Gamern mit Auftragskillern dürfte er sich keine Freunde im Spielgenre machen. "Niemand schießt anderen Menschen in den Kopf. Es sei denn, er ist ein Auftragskiller oder ein Videospieler", so Thompson, auf dessen Betreiben die Polizei die Wohnungen der Täter nach Spielen durchsuchten. Trotz gefundener Games ohne Freigabe für Jugendliche sei die Polizei von der Verbindung zwischen Tat und Game nicht überzeugt. Ob Rockstar Games wegen kopierten Raubes bzw. Mordes aus einem ihrer Spiele Klage gegen die beiden Täter erhebt, ist nicht bekannt, scheint jedoch unwahrscheinlich. Verwandte News
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