Den Ärger der Verwertergesellschaften zieht die Online-Welt Second Life auf sich. User haben vielfältige Möglichkeiten, in der virtuellen Welt Musik abzuspielen: die Cyber-Bar und die virtuelle Disco wird jedoch allzu oft mit nicht lizenzierter, urheberrechtlich geschützter Musik beschallt. Eigentlich wären für die virtuellen, öffentlichen Aufführungen Lizenzabgaben fällig.
Dies ist jedenfalls die Ansicht der Österreichischen Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger AKM. Second Life-Betreiber Linden Labs entziehe sich jedoch der Verantwortung für die Lizenzverstöße: diese werden von den Usern begangen, nicht vom Spieleanbieter. Die Beachtung von Copyrights und möglicher Lizenzforderungen lägen in der alleinigen Verantwortung des Users, der Musik in die virtuelle Welt streamt.
Trotz - oder gerade wegen - der erwartbaren Kritik von Verwerterseite ist die Vorgehensweise von Linden Labs mehr als bemerkenswert. Dass den Usern die Möglichkeiten in die Hand gegeben wurden, die Second Life bietet, haben zu einem reichhaltigen virtuellen Kulturleben geführt, in dem namhafte Künstler wie Suzanne Vega oder Duran Duran schon live spielten. Dass das Eingehen des damit verbundenen Risikos nicht selbstverstänflich ist, zeigt Ed Feltens Bericht von einer nicht namentlich genannten MMORPGs: dort kam die Überlegung auf, den Nutzern virtuelle Instrumente zur Verfügung zu stellen, auf denen sie nach getanem Tagewerk musizieren könnten.
Der Plan wurde wegen der Gefahr von Copyrightverletzungen fallengelassen. Das Unternehmen fürchtete, dass die virtuellen Musikanten auch copyrightgeschütztes Material nachspielen könnten und daraufhin Klagen und Prozesse gegen die Betreiber der Online-Spielwelt folgen könnten.
Ich versteh aber nicht wirklich,warum man ECHTES Geld für son Virtuelles Zeug ausgibt. Wahrscheinlich kosten die Nike Schuhe auch soviel,wie im RL. Ich würd mir überlegen in welchem Leben ich die mir kaufe.
@Wandang, Hast ja Recht, aber ich habe schon vor einiger Zeit die Idee des mündigen selbstbestimmten Bürgers verworfen. Wenn Sender wie neun Live Millionen erwirtschaften können oder mit "Quizfragen" wie zB. :"Wer war der Entdecker Amerikas? a)Kolumbus b)Heino" tatsächlich Geld verdient wird, dann drängen sich bei mir Fragen auf. Sind wir im Schnitt wirklich soooo dumm oder sind´s krasse Einzelfälle (glaub ich eher net). Der ...
Zitat: Zitat von nakimushi (in deutschland, Stadt vergessen, lebt angeblich eine Chinesin, die mehrere hunderttausend Euro durch solch virtuellen Immobilienhandel erwirtschaftet, ob´s stimmt, keine Ahnung) Sie ist dort der größte Grundstücksmakler und kommt aus Hessen. Sie heißt im Spiel Anshe Chung und besitzt virtuelle Ländereien, die Hunderttausende von echten Dollars wert sind.
Anshe Chung ist inzwischen Millionärin. Ihr Unternehmen in Second Life besitzt 15000000 m² Land und für 2006 erwartet sie einen Umsatz von 650000000 Linden $ (das sind ca. 2,3 Millionen US Dollar). Für Anshe arbeiten übrigens ca. 50 Leute. Und ein Niki Schuh kostet inGame nicht soviel wie ein echter. Für ein gut designedes Paar Schuhe, mußt du ungefähr 100 - 150 L$ hinlegen. Das sind ca. 0,30 Euro Cent. Viele Leute verdienen mit Second Life ...