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09. Mai 2008
Second Life Minderjährige sind massiv gefährdetDer republikanische Kongressabgeordnete Mark Kirk kommt zu dem Ergebnis, dass insbesondere Jugendliche durch die virtuelle Welt von Second Life massiv gefährdet sind. Dies führt er auf die dort dargestellten Praktiken, wie Prostitution, Drogenkonsum und zahlreiche weitere Handlungen zurück. Deshalb strebt er eine verstärkte Warnung von Eltern an, die Internetpraktiken ihrer Kinder zu beobachten. Dass Second Life mitunter kein Platz für Personen unter 18 Jahren ist, dürfte dessen Nutzern bereits hinlänglich bekannt sein. "Seiten wie Second Life bieten keinerlei Möglichkeit Kinder vor virtuellen Vergewaltigungsräumen, Bordellen und Drogengeschäften zu schützen. Wenn sie es nicht schaffen Kinder von offensichtlich unangepasstem Material fernzuhalten, dann muss es der Kongress tun", so Mark Kirk. Dabei bewarb er insbesondere den Deleting Online Predators Act (DOPA). Dieses Gesetz soll es unter anderem möglich machen, dass Schulen ihren Kindern den Zugriff auf Seiten wie MySpace etc. verbieten. Doch an diesem Punkt dürfe nicht aufgehört werden, so Kirk. Auch öffentliche Büchereien sollen über vergleichbare Befugnisse verfügen, um jugendlichen Surfern bestimmte Webinhalte zu verbieten, außer sie können die Erlaubnis ihrer Eltern vorweisen. Der DOPA wurde bereits 2006 im Senat eingereicht und abgewiesen, weshalb es doch mitunter sehr verwundert, warum man gerade diese Idee wiederholt aufgreift. Linden Lab betreibt jedoch durchaus Bestrebungen, um Kinder zu schützen. Dazu gehört nach deren Aussage unter anderem die Tatsache, dass Kindern unter 13 Jahren die Verwendung der Seite verwehrt wird. Wie dies ohne Alterskontrolle möglich ist, bleibt ein Rätsel. Eine freiwillige Alterskontrolle existiert zwar, muss aber eben nicht zwingend verwendet werden. Ebenso verhält es sich mit der "Teen Area" von Second Life. Deren Anwälten zufolge seien dort auch Erwachsene zugegen. In den Erwachsenenbereichen sei es umgekehrt ebenso. Es ist scheinbar also schlicht und ergreifend eine Gratwanderung zwischen dem Schutz von Jugendlichen und einem reizvollen Angebot für Erwachsene.
Rasches Handeln scheint also geboten, wenngleich Linden Lab davon spricht, insbesondere bei Teen Second Life ein regelmäßiges Monitoring durchzuführen, um die Jugendlichen zu schützen. (Via technewsworld, thx!) Verwandte News
Trackbacks
Ich frage mich wer hier den Realitätsverlust erlitt? Mark Kirk, der Panik schiebt, wie schlimm doch alles in Second Life sei - mit "virtuellen Vergewaltigungsräumen, Bordellen und Drogengeschäften" oder die Teilnehmer des Second Life Netzwerkes (unter anderem auch Kinder) die sich einen Scheiß um diese achso üblen Zustände dort scheren? the_artist am 10.05.2008 11:26
Solange sie nur virtuell misshandelt werden ö.ö Wenn das Pädophile usw. davon abhält im RL Kinder zu misshandeln sollte das doch ein Grund zu Freude sein Ö_ö Dale am 10.05.2008 12:07
Second Life gibts noch? Habs mal früher weng gezockt, war aber irgendwie ja mal total Sinnlos.... Ich find sowas einfach lächerlich, was für ein DrumRum gemacht wird. In meinen Augen nur noch mehr gute Werbung für Secondlife. westberliner am 10.05.2008 12:12
Man sollte die besser im First Life schützen Wenn ich abends rausgehe, sehe ich ganz andere Gründe warum die Kinder "massiv gefährdet" sein sollten... Sitecom am 10.05.2008 12:23
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