gulli: Sealand steht zum Verkauf

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04. Januar 2007

Sealand steht zum Verkauf

Das umstrittene Fürstentum Sealand steht zum Verkauf. Das "sicherste Webhosting der Welt" bietet die dort beheimatete Havenco an. Einige rechtlich fragwürdige Seiten hosten auf Sealand, häufiger wird der Standort auf einer stillgelegten Militärstation vor der britischen Küste nur vorgegeben, um Sicherheit zu suggerieren. Eine spanische Immobilienfirma bietet die Plattform nun im Netz zum Verkauf an.

Preisvorstellungen werden nicht näher benannt, die 550 Quadratmeter Seestation sollen aber der Anzeige zufolge einen neunstelligen Kaufpreis erzielen.

Sealand wird vom Unternehmen HavenCo als "sicherer Datenhafen" genutzt, der außerhalb der Hoheitsgewässer Großbritanniens operiert. Die Anbindung der ehemaligen Militärstation ist indessen langsam, die Preise hoch. Nach wie vor hostet beispielsweise cracks.am bei HavenCo. Die Zukunft des Datenhafens steht in den Sternen, Berichten zufolge sei der Weiterbetrieb von HavenCo wegen technischer Probleme und ausbleibender Kunden fraglich.

Juni 2006 sorgte bereits ein Brand auf der "Roughs Tower" benannten Plattform für Aufregung. Das Hosting war nicht betroffen. Die unsichere Geschäftslage, der gelinde gesagt fragwürdige legale Status des selbstproklamierten "Fürstentums" und eine wechselvolle Geschichte dürften den Kauf der Plattform jedoch wenig attraktiv machen.

  • Einen neunstelligen Euro oder Dollarbetrag kann ich mir nicht vorstellen . Dafür kann man sich doch bestimmt eine neue Station bauen lassen, die dann nicht so vergammelt und verostet ist wie Sealand.

  • Die Preise sind mehr als enorm. Wie man nachlesen kann, kostet ein 256 KBit(!) Colo-Server 1500 US-Dollar pro Monat. Die Crackseite mit Am-Domain zahlt die vermutlich nicht, die gehört ernsthaften Gerüchten zufolge immerhin Sohnemann Michael persönlich.

    onkelchen am 05.01.2007 01:49
  • Zitat: Zitat von Korrupt  Keine Einwaende gegen den Rest des Postings, aber an der Aussage zweifle ich. Ich hab die Preisliste nicht vorliegen grade, aber die BW-Trafficmengen haetten auf Havenco *derb* gekostet. Nehmen wir die Bockwurstseite direkt, ohne die Downloads, so entstanden übersehbare Traffikmengen. Einzig und alleine die Downloads machten die Grösse aus, nicht jedoch das Script. Sofern man ...

    Claymore am 05.01.2007 01:58
  • Zitat: Wir rechnen nun weiter: Bockwurst war gut besucht, sehr gross für die damalige Zeit und hate genügend Besucher. Kein Vergleich zu den Coredown & Co. Projekten, aber rechnen wir mit 400 € / Tag. Macht summa summarum 12.000 € / Monat. Grosszügig rechnen wir 500 € für die Server (Bockwurst Hauptseite, Bockwurst.Board & Coverwelt) mit ein, 500 € für die Bestechung des Russen, auf welchen die Server liefen. Bleiben 11.000 ...

    Dark-Born am 05.01.2007 02:05
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