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19. Dezember 2005
Scientology erfolglos bei WebzensurSekte darf Klage gegen Kritiker zurückziehen Vergangenen Freitag fällte das höchste Gericht der Niederlande seine Entscheidung: der Sekte wurde erlaubt, das eingeleitete Verfahren gegen den Provider XS4ALL wieder zurückzuziehen. Was bedeutet, dass die Zensurversuche Scientologys gescheitert sind. Dennoch bleibt ein etwas schaler Nachgeschmack - XS4ALL hoffte darauf, den Prozess durchfechten zu können. Dort zeichnete sich ab, dass die Sekte erfolglos bleiben würde. Daraufhin griff Scientology zu einem ebenfalls schon öfter verwendeten Mittel: bevor man ein Verfahren letztinstanzlich verliert, zieht man die Klage zurück. Einen entsprechenden Antrag stellten die Sektierer diesen Sommer, XS4ALL und Spaink hofften hingegen darauf, dass das Gericht den Antrag ablehnen würde. Ein höchstinstanzlicher Spruch gegen Scientology wäre ein bedeutsamerer Sieg für die Meinungsfreiheit und die Sektenkritik im Web gewesen als der Rückzug Scientologys. Diese Wünsche gingen nun nicht in Erfüllung: Scientology wurde nun erlaubt, die Klage zurückzuziehen. Damit bleibt das Urteil des Berufungsgerichts in Kraft: Spaink kann Scientology auch mit zitierten Scientology-Texten weiter kritisieren. Ein noch triumphalerer Sieg über die Sekte wäre zwar möglich gewesen: aber immerhin, eine deutliche Abfuhr ist das nun beendete Verfahren allemal. Und eine Warnung an die Sektenkonkurrenz: auch die Zeugen Jehovas bemühen sich gelegentlich, unliebsame Wahrheiten über ihre verworrene Propaganda gerichtlich aus der Welt schaffen zu lassen. Auch hier läßt die Entscheidung von Freitag hoffen, dass sie damit auch in Zukunft erfolglos bleiben werden. Verwandte News
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