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19. März 2005

Schwedens Piraterieverfolger werden verfolgt

Datenschutzbeauftragte wollen Ermittlungen einleiten

Die Razzia, die auf Betreiben der schwedischen Musik-und Filmindustrie beim schwedischen ISP Bahnhof stattfand, könnte für die Pirateriebekämpfer weitere unangenehme Folgen nach sich ziehen. Nachdem schon ihre Webseite gehackt wurde und bis heute noch keine neuen Inhalte hinterlegt sind, könnten auch rechtliche Schwierigkeiten auf den Antipiraterieverband zukommen.

Die Ermittlung von IP- und Kundendaten unterliegt in Schweden strengen Reglementierungen. Sowohl das der Regierung unterstellte Data Inspection Office - deutsche Entsprechung am ehesten der Bundesdatenschutzbeauftragte - sowie die nationale Post- und Telekomagentur kündigten an zu ermitteln, wie die IP-Adressen der Nutzer in die Hände des Antipiraterieverbands kamen. Laut Reuters wäre der Antipiraterieverband zu einer Stellungnahme nicht bereit gewesen.

Der Bericht bleibt unklar - IP-Adressen von Tauschbörsennutzern lassen sich ohne großen Aufwand online herausfinden, wenn die User nicht über Proxies ins Netz gehen, aus der IP-Range lassen sich in der Regel auch die Provider ermitteln. Laut Reuters würde die Post-und Telekomagentur momentan ermitteln, ob die IP-Daten von den Telekombetreibern herausgegeben worden wären - was nur in Zusammenhang mit konkreten Kundendaten Sinn ergeben würde. In dem Fall würde sich in Schweden wie auch bereits in Großbritannien und Deutschland die Frage nach der Legalität der Herausgabe von Userdaten an die Verbände stellen - zumindest im Fall von Filesharing.

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