Schweden: Herausgabe der Server von ThePirateBay.org verweigert

Schweden: Herausgabe der Server von ThePirateBay.org verweigert

gullinews am Samstag, 09.06.2007 13:29 Uhr

Seite druckenArtikel empfehlengulli RSS News Feedsgulli twittertgulli:Newsletter

Nur wenige Tage seit den letzten Negativschlagzeilen über pädophile Inhalte beim Hoster PRQ sind die Schweden von TPB erneut in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Aber auch diese Schlagzeilen dürfte den Betreibern einige Magenschmerzen bereiten. Seit der Hausdurchsuchung und Beschlagnahmung der Server von ThePirateBay.org ist nun schon mehr als ein Jahr vergangen. Staatsanwalt Håkan Roswall hat jetzt aktuell vor Gericht durchgesetzt, dass die Hardware auch weiterhin unter Verschluss bleibt.

Seinem Expertenteam bleibt jetzt bis Oktober Zeit die Beweise gegen die Betreiber der BitTorrent-Trackerseite zu sammeln. Beim Bust der Serverfarm im letzten Frühling sind auch rund 180 Server des von TPB-Mitgliedern betriebenen Hosters PRQ beschlagnahmt worden. Rund vierzig dieser Server werden noch immer von den Beamten untersucht. Beim Versuch in die verschlüsselten Server einzudringen ist man auf erhebliche Widerstände gestoßen. Magnus, ein Mitglied von Piratbyrån dazu:

"TPB besteht aus rund 6.000 Zeilen speziellem Code. Rund 16 Zeilen davon können die Mitarbeiter vom staatlichen Labor gegen Kriminalität täglich analysieren. Bis zu drei Leute haben sich über ein Jahr damit beschäftigt. Was die Tracker- und Torrent-Seite TPB tut, sollte im Gegensatz dazu doch eigentlich für jeden offensichtlich sein."

Staatsanwalt Roswall vermutet auf den Festplatten wahrscheinlich mehr als nur verborgene BitTorrent-Links und argumentierte vor Gericht, die Server wären wegen der verschlüsselten Informationen nur sehr schwer zu untersuchen, man hätte die Daten bisher nicht auswerten können. Die TPB-Betreiber können nicht verstehen, warum man selbst nach einem Jahr noch immer zu keinen greifbaren Ergebnissen gekommen wäre. Weil Server im Gegensatz zu einem normalen PC nur einen bestimmten Zweck erfüllen, müsste es doch relativ einfach sein, diese auseinander zu nehmen.

Helfen kann oder will man aber bei der Aufhebung der Verschlüsselung nicht, die entsprechenden Daten würden den Kunden des Providers PRQ gehören. Magnus von TBP erwartet, dass die Arbeiten bei diesem Grad der Verschlüsselung noch bis zu 40 Jahren andauern könnten. So einfach wie von ihm beschrieben scheint es also doch nicht zu sein, die Server genauer unter die Lupe zu nehmen. Das wird also sicher nicht der letzte Antrag für einen Aufschub der Rückgabe der Hardware an die Firma PRQ bzw. ThePirateBay.org gewesen sein.

Bookmark and Share

10 Reaktionen aus dem gulli:Board

p3sch3 am 09.06.2007 23:32:29:
dann hat also niemand eine Ahnung wie sie es verschlüsselt haben :-( ev mit loop-aes.....

Sajeth am 10.06.2007 13:48:07:
Saubere Arbeit :T Wenn sie die Jungs trotzdem festsetzen, fahre ich persönlich hoch und hole sie wieder raus! :D...

am 10.06.2007 14:36:07:
dann hat also niemand eine Ahnung wie sie es verschlüsselt haben :-( ev mit loop-aes.. nein ist nicht bekannt, denke ich. vllt mit truecrypt, mit mehreren verschlüsselungen vllt sogar. auf jedenfall sehr schön was tpb ihren kunden bieten in sachen sicherheit:T gibt schon ...

 

© 1998-2010 gulli.com | Suche

Seite druckenArtikel empfehlengulli RSS News Feedsgulli twittertgulli:NewsletterSeitenanfang

Suche

Verwandte News

Schweden: Linkspartei will Filesharing legalisieren
Verfahren gegen The Pirate Bay: Papierverschwendung galore
Rückzieher: Doch keine Kinderpornos auf The Pirate Bay
ThePirateBay.org soll erneut im Filter gegen Kinderpornos landen
Stockholm: Verurteilung gegen Filesharer bleibt rechtskräftig