gullinews am Dienstag, 30.10.2007 12:21 Uhr
Entwickelt wurde das System zum Zweck, Missbrauch des Telefonnetzes aufzuspüren - gesperrte Kunden konnten nach Neuanmeldung anhand ihres Telefonverhaltens ermittelt werden, ein Prinzip, das in einem Paper von AT and T als "Schuld durch Assoziation" beschrieben wird. Anhand der Analyse von Millionen Telefongesprächen findet Hancock Gruppen, die intensiv untereinander kommunizieren, sogenannte "Communities of Interest".
Das FBI forderte mindestens von Verizon Daten über solche "Communities of Interest an - zwei Verbindungen weit sollten die Netzwerke vom Provider angegeben werden. Ein Verdächtiger, seine "Community of Interest" und die "Communities of Interest" seiner Kontakte wurden angefordert - das heißt, das FBI interessiert sich nicht nur für Personen, die mit einem Verdächtigen gesprochen haben, sondern auch für die Leute, die mit einer Person sprachen, die mit einem Verdächtigen sprach. Verizon hatte solche Daten nicht und konnte sie folglich auch nicht herausgeben.
Wie das FBI auf die Datenanforderung kam, war bisher unklar - Ursprung der Idee scheint jedoch bei AT&T zu liegen, die das Konzept erfunden haben und sogar Patente auf einige der verwendeten Data-Mining-Methoden halten. Laut Angaben der Autoren ist das System in der Lage, neun Gigabyte Verbindungsdaten in einer Nacht nach "Communities of Interest" zu durchforsten. Darüber hinaus ist Hancock in der Lage, Bewegungsprofile von Handynutzern zu erstellen, indem die verwendeten Funkzellen geloggt und ausgewertet werden.
Noch pikanter wird das Ganze, wenn man bedenkt, dass AT&T seit längerem unter Druck steht, weil Millionen an Kundendaten und Datensätze an Geheimdienste weitergegeben haben.
Quellcode und Binaries von "Hancock" sind für die nicht kommerzielle Nutzung bei AT&T zu laden.
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Chronoton am 30.10.2007 12:57:13: |
RonnyRakete am 30.10.2007 13:10:19: |
am 30.10.2007 13:14:11: |