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21. Oktober 2005
Schily Bildersammeln hilft gegen KinderpornoInternationale Bilddatenbank von Tätern und Opfern gestartet Otto Schily hinterläßt einige Abschiedsgeschenke, bevor er das Innenministerium räumt, und eines davon wurde gestern auf der Homepage des BMI bekanntgegeben: der Einstieg der Bundesregierung in eine internationale Bilddatenbank, mittels der Kinderpornografie stärker bekämpft werden solle. 400.000 Euro Anschubfinanzierung läßt sich die Regierung den Einstieg in ein Projekt kosten, welche in altbekannter Manier natürlich wieder das Internet als Wurzel allen Übels zu entlarven trachtet. Die Justiz- und Innenminister der G8-Staaten haben innerhalb der vergangenen Jahre mit Hilfe von Experten eine gemeinsame Strategie zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern im Internet entwickelt, schreibt es in der Presseerklärung, und man mag wohl Lust bekommen, den Justiz- und Innenministern zu erklären, dass es "im Internet" keine Kinder gibt, sondern diese allenfalls vor einem Eingabegerät sitzen. Aber es geht den Innenministern nicht einmal beispielsweise um Chaträume, in denen Kinder belästigt werden könnten und ähnlichem, nein, natürlich geht es um die "Verbreitung von Bildern".
Aber zugegeben, Schily versteht es wieder hervorragend, den Kampf gegen Kindsmissbrauch für seinen Datensammelwahn zu missbrauchen. Zum Vergleich eine leicht veränderte Formulierung: Die Justiz- und Innenminister der G8-Staaten haben innerhalb der vergangenen Jahre mit Hilfe von Experten eine gemeinsame Strategie zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern in der Gesellschaft entwickelt. Leider bietet die Gesellschaft, vor allem Familien- und Freundeskreise, die Voraussetzungen für den zahlreichen und weltweiten Missbrauch von Kindern... Nun, Schily hat eines geschafft. Bei seiner Formulierung muss sich nun wirklich niemand mit verantwortlich fühlen. Verwandte News
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