Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt das Vorgehen der chinesischen Behörden gegen eine freie Berichterstattung aus Tibet auf das Schärfste. Ausländische Journalisten dürfen seit dem 12. März nicht mehr einreisen. Die Zensur des Internets und der Presse wurde ausgeweitet. Mindestens 25 Journalisten, unter ihnen 15 aus Hongkong, mussten Tibet oder angrenzende ehemals tibetische Gebiete verlassen.
"Dass ausländische Journalisten sich frei in China bewegen dürfen, war eine der wenigen positiven Entwicklungen im Vorfeld der Olympischen Spiele. Doch darüber hat sich die chinesische Regierung angesichts der Proteste in Tibet hinweggesetzt", so die Pressemitteilung der ROG. "Peking hat erneut sein Olympia-Versprechen gebrochen, die Lage der Menschenrechte zu verbessern." Nun werde ein Aufstand möglichst ohne Zeugen niedergeschlagen".
Internationale Fernsehsender wie CNN und BBC wurden mehrmals unterbrochen - immer dann, wenn sie Bilder von den Demonstrationen zeigten. Das staatliche chinesische Fernsehen hingegen hat selektiv berichtet. Es wurden nur Ausschreitungen von Tibetern gegen chinesische Geschäfte gesendet, ohne über die Toten auf tibetischer Seite oder den Aufmarsch der Armee zu berichten.
Der Zugang zu nicht-offiziellen Informationen ist grundsätzlich schwierig in Tibet. Sämtliche Medien sind unter Kontrolle der Kommunistischen Partei oder der Behörden. Einige Untergrund-Publikationen, meist von Mönchen erstellt, zirkulieren heimlich. Chinesische und tibetische Journalisten unterliegen in Tibet wesentlich strengeren Vorgaben als in China selbst. Parteimitglieder haben alle Schlüsselpositionen der tibetischen Medien inne, redaktionelle Spielräume gibt es nicht, Zensoren prüfen jeden Artikel. Der Empfang der wichtigsten Radiosender, die in tibetischer Sprache nach Tibet senden, wird regelmäßig gestört. "Radio Free Asia" und "Voice of America" (beide in den USA stationiert) sowie "Voice of Tibet", der aus Indien sendet, sind nicht zuletzt dank Technologien der französischen Firma Thalès oft nicht zu hören.
Das Internet überwachen die chinesischen Behörden besonders. In Internetcafés lassen sie Ausweise kontrollieren, zahlreiche Webseiten und Diskussionsforen wurden im vergangenen Jahr geschlossen. Auf der jährlichen Rangliste von Reporter ohne Grenzen zur Lage der Pressefreiheit weltweit ist China ganz unten auf Platz 163 von 169.

Zitat: Zitat von gulli:news Auf der jährlichen Rangliste von Reporter ohne Grenzen zur Lage der Pressefreiheit weltweit ist China ganz unten auf Platz 163 von 169. wie kann man solch ein vorgeben bitte noch toppen? warum schreitet nicht hier mal die nato ein? ist der asiatische kontinent isoliert von der welt?? es müsste doch iwelche möglichkeiten geben dort einzuschreiten. wenn heutzutage ein ...
Die Tibeter haben kein Erdöl!!! Und auch sonst nichts, was interessant für die westliche Welt wäre. In China regiert das Geld. Und deshalb kommt da auch nichts von Seiten der Nato, EU, USA oder was auch immer.