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25. Februar 2005

Riskanter Dialerersatz für DSL in Österreich (Update)

Neues Abrechnungsmodell kann teuer werden

DSL- Nutzer waren lange Zeit recht sicher vor dem unbeabsichtigten Nutzen kostenpflichtiger>Dienste. Über DSL kann man keine Dialer nutzen, ausgenommen, am Rechner hängt auch noch ein Modem für das gelegentliche Faxen vom Rechner aus - das war lange Zeit Stand der Dinge und eine angenehme Absicherung der User, die sich zumindest um die Telefonrechnung nicht zu sorgen brauchten, sondern allenfalls vor Spyware. Diese ruhigen Zeiten könnten zumindest in Östereich nun ihrem Ende zugehen.

Mit Bill-It-Easy existiert seit kurzem ein Bezahlsystem, welches in Kooperation mit Internetprovidern ein einfaches Bezahlen ohne Anmeldung und per einfachem Mausklick ermöglicht. Die Berliner Mainpean GmbH vertreibt dieses System des IP-Payment nun in Österreich. Kostenpflichtige Inhalte werden über die bestehende DSL-Verbindung zugänglich gemacht, in Kooperation mit den DSL-Anbietern werden die entsprechenden Nutzungen über die IP des Users ermittelt und zusammen mit den Internetkosten des ISP abgerechnet.

Entsprechende Kooperationen seien in Österreich bereits abgeschlossen worden - mit dem DSL-Dialerersatz arbeiten bislang die Telekom Austria/ONE, Tiscali/Nextra, UTA, Teleport, Chello und Cybertown zusammen.

Große Gefahr für offene WLANs

Bill-It-Easy werben ausdrücklich damit, dass mit ihren System sämtliche Zahlungen per einfachem Mausklick getätigt werden könnten - die Eingabe von Passwörtern, selbst die Anmeldung eines Accounts entfalle, da direkt mit dem ISP abgerechnet werde. Nach Klick steht dem User die Leistung sofort zur Verfügung. Damit ist dem Mißbrauch durch Dritte Tür und Tor geöffnet - was sowohl Wohngemeinschaften oder kleinere Firmen betrifft, welche nach außen hin nur mit einer IP sichtbar sind. Dasselbe gilt in gesteigertem Maß für WLANs - der ungesicherte Betrieb kann schnell zu einem sehr teuren Vergnügen werden. Wie sich die kooperierenden ISPs auf solche Mißbrauchsmöglichkeiten vorbereitet haben und wer letztendlich für entstandene Kosten aufkommen muß, wenn ein Nutzer die Inanspruchnahme von Bill-It-Easy - abgerechneten Leistungen abstreitet, ist nicht bekannt.

Bisher beschränkt sich das Angebot auf den österreichischen Markt, auf welchem die Nutzung von Dialern kürzlich rechtlich erschwert worden ist. Ob und wann das Geschäftsmodell nach Deutschland schwappt und wie man sich davor schützen kann, sich per Mausklick drastische Rechnungen einzuhandeln, ist bislang nicht bekannt.

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