Risikofaktor Online-Banking: Phishing hat in Großbritannien alarmierend stark zugenommen

Risikofaktor Online-Banking: Phishing hat in Großbritannien alarmierend stark zugenommen

gullinews am Samstag, 16.12.2006 09:40 Uhr

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Während im ersten Halbjahr letzten Jahres 312 Fälle von Phishing-Betrug in Großbritannien bekannt wurden, sind es im gleichen Zeitraum dieses Jahr über fünftausend!! In exakt 5.059 Fällen wurden über 23,2 Millionen Britische Pfund erbeutet. Offizielle Stellen rechnen mit weiteren 22,5 Millionen für das zweite Halbjahr.

Mittlerweile spricht man von einer Industrialisierung der Phishing-Attacken. Die gefälschten E-Mails fallen vom Inhalt her deutlich raffinierter aus. Die Websites auf die die Kunden gelockt werden sollen, um dort ihre Persönliche Identifikationsnummer (PIN) und ihre Transaktionsnummern (TAN) preiszugeben, sind ebenfalls ausgereifter. Kein Vergleich zu den wenig durchdachten Betrugsversuchen von vor ein paar Jahren. Die Financial Services Authority, kurz FSA gibt sich sehr beunruhigt über diese Entwicklung.

Offensichtlich sind einige Banken tendenziell stärker betroffen als andere. Allerdings möchte man deren Identität nicht veröffentlichen - man befürchtet einen massiven Angriff auf deren Reputation. Außerdem könnte man alleine aufgrund der Anzahl von Betrugsversuchen nicht automatisch auf schlechtere Sicherheitssysteme schließen. Leider lehnen es die betroffenen Stellen ebenfalls ab, die Kunden routinemäßig über Sicherheitslücken der Banken zu informieren. Wenn z. B. der Laptop von einer Bankkauffrau gestohlen wird, so dringt dies oftmals nicht ans Licht der Öffentlichkeit. Man argumentiert, diese Informationen könnten verfälscht publiziert werden, was wiederum den Ruf der betreffenden Bank zugrunde richten würde. Weil die Aufklärungsrate sehr niedrig ist, werden solche Vorfälle laut BBC oft noch nicht einmal der Polizei gemeldet. Nicht nur bei Philip Robinson, leitender Mitarbeiter der FSA wird der Ruf nach mehr Offenheit und Transparenz der Banken laut.

Aber Phishing, das illegale Fischen nach Passwörtern Dritter passiert natürlich auch außerhalb der britischen Insel. Wer sich mehr Wissen darüber aneignen möchte, dem raten wir zu einem ausführlichen Besuch der Seite des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. Hier wird für jedermann leicht verständlich erklärt, worum es beim Phishing geht und wie man sich dagegen schützen kann. Wikipedia bietet zusätzlich noch anschauliche Beispiele für nachgeahmte E-Mails und Websites der Banken an.

Die Betrüger bauen mit Recht auf die Ahnungslosigkeit der Kunden und wollen nur unser Bestes, unser Geld! Was Electronic Banking und seine Risiken betrifft - es kann darüber nie zu viel Aufklärung geben!

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11 Reaktionen aus dem gulli:Board

Mr.Tea am 17.12.2006 01:40:21:
Darf man nicht von allen Leute erwarten, die sich mit etwas neuem auseinander setzen wollen, dass sie sich mit der Materie vertraut machen? Das stimmt durchaus, dennoch sollten Banken genügend darauf hinweisen (z.B. mit Infomaterial)....

2XS am 18.12.2006 11:40:39:
@Lucas9991 @topic Um beim bsp Auto zu bleiben: Wenn man sich ein Auto kauft achtet man ja auch nur auf Standard wie Baujahr, PS, Kilometerstand usw. Niemand wird sich beim kauf des ersten Autos mit (ka, einfach wilkürliches Bsp.s) speziefischen Baueigenschaften des jeweiligen Mo...

4nt1fir3w4ll am 19.12.2006 21:23:03:
Autos und Fernseher sind aber, im Vergleich zu PCs, sehr "dumme" Geräte und für eine spezielle Verwendung entworfen. Mehr kann man mit ihnen auch nicht machen. Ja das stimmt absolut, aber ich denke mal das ein Teil der Menschen die sich einen PC anschaffen eben auch nur einen sehr ...

 

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