|
10. Januar 2006
RIAA vs. Santangelo Spendenaktion läuftErste Erfolge, großes Misstrauen Kurze Rekapitulation: Patti Santangelo war eines der ersten Opfer der RIAA, die dem "Vergleichsangebot" der Industrie nicht zustimmte, sondern sich weigerte, irrwitzige Schadenersatzsummen zu bezahlen für Downloads, die sie nicht getätigt hatte. Nach einem hoffnungsvollen Prozessbeginn, in dem sich die zuständige Richterin mit viel Sympathie über die fünffache Mutter äußerte, folgten einige Rückschläge: die Einstellung des Verfahrens wurde abgelehnt, aufgrund von Geldmangel verteidigt sich Santangelo inzwischen selbst. Vor allem die Vorgänge bei der Schließung von Lokitorrent Anfang des Jahres haben offenbar für viel anhaltendes Misstrauen gesorgt: Lowkey hatte im Vorfeld der Schließung angekündigt, einen Musterprozess führen zu wollen, in dem die Legalität von Torrenttrackern festgestellt werden sollte. Was mit den eingegangenen Spenden passierte, konnte nicht aufgeklärt werden, die Verhandlung wurde überraschend schnell geschlossen und die Seite an die MPAA übertragen. Ähnliche Undurchsichtigkeiten sind im Fall Santangelos nicht gegeben. Der Recording Industry vs. People-Blog dokumentiert den Prozessverlauf und stellt Protokolle der Verhandlungen ins Netz - diesbezüglich ist im Verfahren der RIAA gegen Santangelo die größtmögliche Transparenz gegeben. Wie der Prozess ausgeht, kann kaum vorhergesagt werden - das Potential, endlich die Massenklagen gegen Filesharer über die einschlägigen Internetkreise hinaus bekannt zu machen, hat er auf alle Fälle - und ebenso jenes dazu, der RIAA die schlechte Presse zu verschaffen, die ihre Methoden verdienen. Verwandte News
Trackbacks
|