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20. Dezember 2006

RIAA vs. Patti Santangelo Verfahren eingestellt, Kinder verklagt

Einen bitteren Sieg errang Patti Santangelo gegen den Verband der US-Musikindustrie RIAA. Die Filesharing-Klage gegen sie wurde nach fast zwei Jahren zurückgezogen, ihre Kinder, die zum Zeitpunkt der vorgeworfenen Tat 12 und 16 Jahre alt waren, werden weiter belangt. Die RIAA hatte zum Nachweis der Filesharing-Aktivitäten der New Yorker Mutter sechs copyright-geschützte Files heruntergeladen.

Von Santangelo forderte die RIAA 7.500 Dollar Schadenersatz, da sie via KaZaA Musikfiles zum Download angeboten hätte. Die fünffache Mutter beschloss, sich dem Erpressungsversuch nicht zu beugen und zog vor Gericht. Ende letzen Jahres wurde der Antrag zur Einstellung des Verfahrens gegen sie abgelehnt. Nun tritt die RIAA selbst den Rückzug an: ohne Anerkennung von Rechtspflichten wurde die Einstellung des Verfahrens beantragt. Was bedeutet, dass Santangelo jederzeit wieder verklagt werden kann.

Nach fast zwei Jahren ist damit Santangelos Alptraum vorläufig vorbei. Der Sieg ist jedoch keiner: denn gegen zwei Kinder Santangelos wird nun weiter prozessiert. Zum Zeitpunkt des Tatvorwurfs waren sie 12 und 16 Jahre alt. Die RIAA behauptet, dass eines der Kinder bereits geständig gewesen sei, der Anwalt der Santangelos streitet dies hingegen ab.

Patti Santangelo konnte ihren Rechtsstreit gegen die RIAA mit Hilfe einer bemerkenswerten Spendenaktion führen. Über 14.500 Dollar wurden gesammelt. Die Aktion läuft weiter: der Erlös fließt nun in die Verteidigung der beiden beschuldigten Kinder Santangelos.

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