Firebird77 am Freitag, 30.07.2010 19:12 Uhr
Wie teuer darf der Kampf gegen Filesharer sein. Keine einfach zu beantwortende Frage. Die Steuerunterlagen der Recording Industry Association of America (RIAA) aus dem Jahr 2008 bieten wenigstens eine Größenvorstellung. Rund 17 Millionen US-Dollar (ca. 13 Mio. Euro) hat man an diverse Kanzleien bezahlt, um die Jagd nach Filesharern zu ermöglichen. Im Gegenzug lagen die Einnahmen bei knappen 400.000 US-Dollar (umgerechnet rund 300.000 Euro). Natürlich gibt es immer wieder Positionen in einem Wirtschaftskreislauf, bei denen mehr Ausgaben als Einnahmen anfallen. Zumindest temporär.
Meistens wird dann jedoch rasch daran gearbeitet, dies zu ändern. Im Falle der RIAA ist dies jedoch anders. Der Senior Vice President for Communications, Jonathan Lamy, hat erklärt, dass sich Siege nicht in Dollar oder Cent aufrechnen lassen. Manchmal würde der Sieg in Form einer abgeschalteten Filesharing-Website daherkommen. Manchmal würden die gewonnen Einnahmen direkt an das klagende Label durchgereicht. So war es zumindest im Jahr 2006, als man 115 Millionen US-Dollar von KaZaA im Rahmen einer Einigung erhielt.
Die fragliche Summe sei zwar an Gebühren für Rechtsstreitigkeiten aufgewendet worden, jedoch habe es hier viele verschiedene Handlungen gegeben. Löschaufforderungen im Rahmen des Digital Millenium Copyright Acts, Rechtsberatung bei schwebenden Verfahren, langfristige Streitigkeiten aufgrund ausstehender Lizenzgebühren und natürlich auch Prozesse gegen Filesharer sowie Filesharing-Seiten. Manche Prozesse würden Jahre dauern, so dass die Ausgaben aus dem Jahr 2008 erst in der Zukunft zu einem juristischen Sieg - mit entsprechenden Einnahmen (?) - führen.
RIAA
Gegenüber dem ABA Journal hat Lamy erklärt, dass ein Zusammenhang zwischen den Ausgaben laut den Steuerunterlagen und der Effektivität ihrer Anti-Piraterie-Maßnahmen einfach ungenau und höchst irreführend sei. Man sei davon überzeugt, dass die eigenen Bemühungen erfolgreich seien. Indirekt wurden damit auch die Ausgaben in Höhe von 17 Millionen US-Dollar gerechtfertigt.
Bild-Quellen: coderetard
Text-Quellen: abajournal
Bringst doch mal auf den Punkt ... "Warum soll der User/Nutzer für die Fehler der Industrie bezahlen? Nur, weil die die Zeit verpennt haben?" Gerade bei Filmen sollten "diese Herrschaften" mal über die angebotene Qualli nachdenken, meistens kommt doch nur Lalala raus ... und wenn´s dann mal was g...
Natürlich hast du recht, das man weitaus mehr lädt als man kaufen würde. Beispiel hab letztes Singularity auf XBOX durchgezockt, ein eig. hammergeiles Game aber gekauft hätte ich es keine Sekunde lang, weder jetzt im Nachhinein wo ich weiß wie geil das Game ist noch im...
Für das eine oder andere Produkt ist das Geld sicher da - aber der Durchschnittsloader lädt sich ja nicht das eine oder andere herunter, sondern sehr viel mehr, als er zu kaufen imstande gewesen wäre. Natürlich hast du recht, das man weitaus mehr lädt als man kaufen würde. Bei...
Ich sehe das ganz ähnlich wie Killigan: Ich kenne genug Leute, denen die Kohle egal ist und die sich einfach gerne Originale ins Regal stellen. Bei meinen Lieblingskünstlern mach ichs auch so. Ich kenne aber auch Leute, die quasi außer Radio an keine Musik kämen, weil einfach die Kohle nicht da...
@High-Tech: Nehmen wir an, du hättest Recht. D.h. die Rechteverfolger machen zwar Verlust mit der gerichtlichen Rechteverfolgung, aber auf der anderen Seite Gewinn, weil sie Kopien verhindern. OK. Das setzt aber voraus, dass diejenigen, die abgeschreckt worden sind, auch tatsächlich das Geld und...
Ghandy am 05.09.2010, 14:38 Uhr
Alexander Maiwald arbeitet seit weit über 20 Jahren in der Medienbranche und er hat sich als Arbeitsbereich schnell für Musik entschieden, weil sie ihm beruflich wie privat am nächsten ist. Wir sprechen mit ihm über den geplanten 3. Korb des Urheberrechtsgesetzes, die GEMA, die Three-Strikes-Pläne des BVMI, die Zukunft der Musikdistribution im Allgemeinen und illegales Filesharing im Speziellen.
SenerD. am 31.08.2010, 16:26 Uhr
Die Bergungsarbeiten laufen schleppend. Aller Voraussicht nach werden die 33 verschütteten Minenarbeiter in Chile noch einige Monate auf eine Rettung warten müssen. Damit sich die verschütteten Arbeiter die Zeit vertreiben können, werden sie unter anderem mit dem Handheld Playstation Portable versorgt.
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