gulli: RIAA verhasstestes Unternehmen in den USA

Anzeige

gulli:Newsbox

23. März 2007

RIAA verhasstestes Unternehmen in den USA

Signal an die RIAA oder verloren gegangener Sinn für Verhältnismäßigkeit der Netznutzer? Nach 15 Runden und über 100.000 Stimmen schlug der Verband der US-Musikindustrie RIAA den Ölkonzern Halliburton im Finale als "meistgehasstes Unternehmen der USA".

Wobei der Poll des Consumerist natürlich auf Kritik trifft: die RIAA sei an sich kein "Unternehmen", die Maßstäbe seien in der Bewertung auch etwas verschoben. Schließlich sei Halliburton ein Unternehmen, das unter dubiosen Umständen an Kriegen verdient. Dem gegenüber sei das "Recht zum Download" vergleichsweise unwichtig.

Dennoch - wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. BBSpot verkündet satirisch den Richtungswechsel bei der RIAA, die ihr Mission Statement überarbeitet hätte. Statt "Unser Ziel ist die Schaffung eines geschäftlichen und rechtlichen Klimas, das die kreative und finanzielle Situation unserer Mitglieder stärkt" laute das Motto nun "Unser Auftrag ist die Maximierung des Hasses auf die Musikindustrie, durch Anwendung von technischen und rechtlichen Methoden, die die kreative und finanzielle Lage unserer Mitglieder weiter zerstört."

Dazu sollen in Zukunft Familien in Flüchtlingslagern wegen illegalen Downloads verklagt werden oder die iPods von US-Truppen im Irak nach illegaler Musik durchsucht werden.

In der Zwischenzeit wächst die ernstgemeinte Kritik an der RIAA weiter. Die Uni Nebraska hat den Verband recht unverblümt dazu aufgefordert, für den verursachten Aufwand auch finanziell aufzukommen. Elf Dollar pro weitergeleiteter Warnung an kopierende Studenten seien der Uni nach angemessen, die keine Steuergelder für Handlangerdienste der RIAA ausgeben möchte. Der Verband antwortete, eine Aufwandsentschädigung sei weder möglich noch angemessen.

  • Zitat: Zitat von herr-k  Jeder Soldat weiß: Dies gilt nur wenn der Feind auch besiegt wird. Jein! Bisher gab es immer nur "Einschläge" a.d. Warez-Seite. Dass die RIAA jemals was abbekommen hätte ist nicht bekannt.

    Gravenreuth am 24.03.2007 12:17
  • Wenn man einen Kreuzzug gegen kleine Kinder, Rentner, Studenten, arme Familien und Tote führt, ist wohl nicht viel Gegenwehr zu erwarten. Das schliesst ausdrücklich die Betreiber der Warezseiten ein. Von wegen "viel Ehr". Wehe die pinkeln mal den falschen Leuten ans Bein. Bewaffnete Banden ohne jegliche Skrupel gibts in den USA mehr als genug. Und die Namen und Adressen der RIAA Verantwortlichen und ihrer Anwälte sind auch kein ...

    quasimodo2000 am 24.03.2007 14:21
  • Zitat: Zitat von gulli:news  Nach 15 Runden und über 100.000 Stimmen schlug der Verband der US-Musikindustrie RIAA den Ölkonzern Halliburton im Finale als "meistgehasstes Unternehmen der USA". Nach ueber 100.000 Stimment Naja, das haettet ihr vielleicht gerne tatsaechlich waren es ja dann doch nur 8079 im finale

    pitzelberger am 24.03.2007 18:58
  • Hat bis zum heutigen Tage nichts an Aktualität verloren: Das Internet Debakel: http://www.dingo.saar.de/Internet_Debakel/ Gewiss, der Text ist lang. Aber das Lesen lohnt sich. Das macht den ganzen Wahnsinn komplett deutlich.

  • © copyright 1998-2009 gulli.com  | home | sitemap | kontakt | impressum | partner | downloads |