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29. Juni 2006
RIAA-Klagestrategie Global denken, lokal handelnDie Propaganda funktioniert im Nahbereich besser - stärkere Kooperation mit lokalen Medien und regional fokussierte Klagen sind die neue Strategie der RIAA in ihren fortgesetzten Bemühungen, ihre Kunden zu vergraulen und zu kriminalisieren. Schon seit einigen Monaten finden sich bei der RIAA die regelmäßigen Klagerunden nicht mehr in der Presseschau. Dass man wieder um die 750 Kunden vor Gericht zu zerren trachte, wurde dort regelmäßig getönt, über die übliche Fortsetzung - man erpresst die Opfer zu einem außergerichtlichen Vergleich inbegriffen der Zahlung einiger tausend Dollar - schwieg man sich hingegen seit jeher eher aus. Zu diesem Zweck habe man den Fokus auf regional eingegrenzte, zeitlich stärker verteilte Klagen verlegt, anstelle den üblichen monatlichen Schwung an Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für die Gerichte im Gießkannenprinzip zu verteilen. Angestrebter Effekt der Berichte in regionalen Medien: den Usern soll der Eindruck vermittelt werden, dass die Einschläge näherrücken. "Wir suchen immer nach Möglichkeiten, das Programm so effizient, klug und gezielt wie möglich zu machen", so die Aussage einer RIAA-Sprecherin, aus der nur sehr böswillige Menschen herauslesen würden, das Klageprogramm sei bislang nutzlos, dumm und ungezielt gewesen. Auch wenn die Tatsache, dass nach fünf Jahren und 18.000 Klagen Filesharing populärer ist denn je, gelegentlich diesen Gedanken nahelegen könnte. Trackbacks
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