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26. Juni 2006
RFID-WM-Tickets Datensammlung eine wirkungslose FarceViel Kritik hagelte es für die personalisierten, via RFID-Chip auslesbaren Tickets zu den WM-Spielen. Mit dem beliebten Scheinargument "Sicherheit" wurde die Erfassungs- und Datensammelwut der FIFA legitimiert, der tatsächliche Nutzen der massenhaften Überwachung von Fußballfans geht indessen gegen Null, der FoeBuD sammelte die absurdesten Fälle. Das Fazit: Die Technik hat auf ganzer Linie versagt. So sei der Versuch, den Schwarzmarkthandel via personalisierter Tickets zu unterbinden, grandios gescheitert. Ticketing-Chef Willi Behr habe eingesehen, dass es in Deutschland kein Gesetz gebe, das den Wiederverkauf einmal gekaufter Dinge verbiete. In der Folge wurden die Ordner offiziell aufgefordert, jeden Besucher mit gültigem Ticket in die Stadien zu lassen. Den Schwarzmarkthandel konnte man nichtmals innerhalb der eigenen Reihen unterbinden: ein Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees vertickte WM-Tickets zum Dreifachen ihres Kaufpreises. Während auf der einen Seite absurdeste Auflagen gemacht wurden - ein gulli.com bekannter Fussballfan erhielt ein Platzverbot für einen WM-Austragungsort im Ruhrgebiet, ungeachtet dessen, dass er seinen Arbeitsplatz in der für ihn nun gesperrten Stadt hat - berichtete uns andererseits ein polizeibekannter Gewalttäter vom problemlosen Besuch des Spiels Deutschland-Polen - mit unpersonalisiertem Ticket. Dass WM-Fans nach dem Kartenerwerb ohne Probleme in die Stadien kommen, ist natürlich zu begrüßen. Die FIFA muss sich nun nur die Frage gefallen lassen, wozu die ganze Personenerfassung und Datensammelei im Rahmen des Ticketverkaufs eigentlich gut gewesen sei. Bezahlt und ihre Privatsphäre aufgegeben haben die Fans, auf den gesammelten Daten sitzt die FIFA, der versprochene Nutzen: offensichtlich gleich null. Trackbacks
Zitat: Wann begreifen die Leute endlich das es für die Konzerne so super günstig ist Marktforschung zu betreiben , Wenn sie es das erste mal zu spüren bekommen, das die Daten gegen sie verwendet werden. Zitat: die 2 oder 3 Prozent die man mit Punktekarten kann holen die sich locker per VERKAUF der Daten wider rein !! Du bekommst keinen Rabatt, sondern nur den ... MissAntroph am 27.06.2006 00:25
Zitat: Zitat von gulli:news Ticketing-Chef Willi Behr habe eingesehen, dass es in Deutschland kein Gesetz gebe, das den Wiederverkauf einmal gekaufter Dinge verbiete. In der Folge wurden die Ordner offiziell aufgefordert, jeden Besucher mit gültigem Ticket in die Stadien zu lassen. Sorry, aber das ist so schlichtweg falsch. Dabei wird übersehen, dass es sich bei den WM-Tickets eben nicht um sog. ... BuggerT am 27.06.2006 02:11
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