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22. Juni 2008
Rezension SCEEN #2Der Hamburger Layouter, Demoszenefreak und Machinima-Aktivist Alex "Monroe" Scholz ist seit je her ein bekennender Perfektionist. Wenn nicht alles zu 100% passt, wird es auf die lange Bank geschoben. Wie im Fall seines englischsprachigen Printmagazins SCEEN können aus ein paar Monaten Verzögerung bis zur Fortsetzung auch schon mal mehr als zwei Jahre werden. Nicht ganz ohne uns selbst zu verspäten, haben wir das Magazin über digitale Kultur und Kunst einer eingehenden Prüfung unterzogen.
Das Abosystem der Zeitschrift lief an, die zweite Ausgabe kam und kam aber nicht. Auf Pouet.net und anderen einschlägigen Foren war es deswegen schon zu Protesten gekommen. Im Verlauf eines Interviews des Magazins Jurassic Pack versprach Alex Scholz die Herausgabe der zweiten Ausgabe für September 2007. Nun, im Frühjahr 2008 war es dann tatsächlich so weit. In Zukunft werden die Bezieher dieser Zeitschrift schlichtweg solche Abstände zwischen den einzelnen Ausgaben berücksichtigen - dann wird auch niemand deswegen enttäuscht sein.
Auch das Leipziger Ausnahmetalent vom Netlabel Jahtari wird mit einem Bericht bedacht. Höhepunkt für die Fans der Demoszene ist ohne Frage das Special über die griechische Gruppe Andromeda Software Development (ASD). Selbst Gulli-Redakteur Martin Wisniowski aka 020200 ist unter anderem mit einem Beitrag über den norwegischen Programmierer Marius Watz vertreten. Netlabel Experte Moritz Sauer aka Mr. Phlow.net hat den Lesern auch in der zweiten Ausgabe sein Wissen zur Verfügung gestellt. Die erste Ausgabe seiner Netaudio Classics kurz vor Ende der zweiten Ausgabe bietet den SCEENern eine Art "Best of Netlabel-Releases", sehr spannend! Wirklich alle Beiträge könnte und sollte man an dieser Stelle nicht erwähnen, das würde den Rahmen sprengen und inhaltlich auch viel zu weit vorgreifen. Die Gestaltung des Layouts ist so faszinierend, wie wir es uns von einer Fortsetzung der ersten Ausgabe her erwartet haben. Vom Schreibstil her gibt es absolut nichts zu bemängeln. Was für die Briten, Amerikaner und sonstige native Speaker von Vorteil ist, kann hier für uns zur harten Belastungsprobe werden. Weil dem Durchschnittsleser vieles fremd sein dürfte, sind die Themen an sich schon keine leichte Kost. Wer der englischen Sprache nicht in Perfektion mächtig ist, hat an dieser Stelle das Nachsehen oder muss oftmals den Duden bemühen, will er auch den letzten Gedanken und Satz nachvollziehen - Perfektion hat halt auch seine Schattenseiten.
Wir zählen also schon mindestens zwei weitere Jahre in froher Erwartung, bis die nächste Ausgabe das Licht der Welt erblicken wird. Alexander Monroe Scholz gab im Jurassic Pack Interview übrigens an, dass er zur Erholung auf seinem Amiga ab und zu "Turrican II" und "Lotus II" zocken würde. Nicht dass wir dem Mann seine Freizeit nicht gönnen, aber würde er hier und da die Spielsessions einschränken ... Bezugsquellen: SCEEN#2 @ Go64.de - SCEEN Issue #2 @ Amazon - SCEEN Website (Abos/Infos)
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